Rain Die Schlacht bei Rain am 14. und 15. April 1632 war eine Zäsur in der Stadtgeschichte. Es folgten Jahre der Belagerungen, Entbehrungen, Hunger und Elend. Und für Hunderte Einwohner brachten die Kriegsjahre den Tod. Von rund 800 Einwohnern beim Einfall der Schweden im Dreißigjährigen Krieg ging die Bevölkerungszahl auf geschätzte 360 Rainer zurück. In den Dörfern der Umgebung sah es mitunter noch düsterer aus. Mit einem Diorama ist die eigentliche Schlacht dauerhaft seit der Eröffnung vor nahezu 24 Jahren im Heimatmuseum nachgestellt worden.
Edith Findel, Leiterin der Einrichtung, geht in der Sonderausstellung unter dem Titel „Holz und Lichter und 6000 Taler Brandsteuer“ vor allem auf den Blickwinkel der „Zivilbevölkerung“ ein, die unter der Knechtschaft von Freund und Feind jahrelang zu leiden hatte.
Originales Kriegsgerät, Zeitzeugenberichte und Grafiken erläutern das Geschehen. Ratsprotokolle und Rechnungsbücher (sie sind weitgehend erhalten) zeugen gleichermaßen von Leid und unbändigem Durchhaltewillen der Rainer.
Bürgermeister Gerhard Martin stellte bei der Eröffnung fest, dass die Schlacht in etwa die Mitte der bisherigen 755-jährigen Stadtgeschichte markiert und bezeichnete die Schlacht für Rain, Bayern und Europa als einschneidendes Ereignis.
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