Rund 80 Exponate zeigen die Künstler aus der heimischen Region aus den Bereichen Malerei und Zeichnung, aber auch Collage. Bei der Vernissage freute sich stellvertretender Direktor Wolfgang Tremmel über die "angenehme Atmosphäre" und die liebevoll-entspannte Organisation durch Marc und Frederica Rogat. Christian Klingenbeck und Giuseppe Sansivieri sorgten als Saxofon-Duo für den Sound, die Künstler für die Farbe. Rogat dankte ihnen, aber auch den Sponsoren, ohne deren Unterstützung es nicht möglich wäre, "Jahr für Jahr eine solche Ausstellung auf die Beine zu stellen".
Geschichtenerzählerin
Anke Marlene Lehmann bezeichnet sich selbst als "Geschichtenerzählerin". Sie zeigt größtenteils serielle Arbeiten in den verschiedensten zweidimensionalen Techniken. Lehmann fotografiert, zeichnet, malt und collagiert. Dabei legt sich spontan Beobachtetes oftmals Schicht für Schicht übereinander, wobei durch die verschiedenen Ebenen immer wieder neue und überraschende Beziehung im Bildgefüge entstehen. "Manchmal entwickelt sich eine Serie so an einem Tag, manche Blätter und Leinwände hingegen werden in einem Prozess von mehreren Jahren immer wieder mit neuen Versatzstücken überarbeitet und komponiert."
Sebastian Wolf, Jahrgang 1982 aus Marktoffingen, und Michael Mai, Jahrgang 1984 und in Wallerstein geboren, sind sich ähnlich. Beide malen, drucken und collagieren auf Leinwänden und Mauern. Sie arbeiten seit zehn Jahren zusammen und zeigen nun zum ersten Mal in Donauwörth gemeinsam ihre Werke.
Die Konstante in den Bildern beider Maler ist die Schrift. Wolf abstrahiert diese zu Freiformen, Mai dagegen arbeitet mit Strukturen, die aus einzelnen Buchstaben bestehen. Diese Buchstaben folgen wiederum einer von ihm entwickelten Typografie. Beiden Herangehensweisen ist gemeinsam, dass einzelne Lettern und deren Lesbarkeit für das Gesamtbild nicht mehr entscheidend sind.
Auf mehreren kleinen Formaten wird experimentiert, verschiedene Themen werden behandelt, es wird viel mit Abbildern von Bildern gearbeitet, Varianten werden ausgearbeitet, Gemaltes abfotografiert und verfremdet. Die Bilder der beiden Künstler sind komplex und voller Widersprüche, sie werden somit schwieriger zu lesen, aber gleichzeitig auch interessanter.
Die Kunstausstellung des Gymnasiums ist am 2., 6. und 8. Januar jeweils von elf bis 17 Uhr sowie am Sonntag, 9. Januar, von elf bis 14 Uhr geöffnet.