Früher eine Seltenheit, heute immer beliebter: Väter in Elternzeit. Spitzenreiter in Bayern ist der Kreis Donau-Ries, doch auch in anderen Städten und Kreisen bekommen viele Männer Elterngeld.

Landrat Stefan Rößle freut sich über die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zum Elterngeld: Danach liegt der Landkreis Donau-Ries bei der Zahl der Väter, die sich für die Erziehung ihrer Kinder eine Weile vom Beruf freistellen lassen, im Bundesvergleich auf Platz drei - und bayernweit sogar an der Spitze.
Laut Bundesamt gingen im Donau-Ries 34,7 Prozent aller Väter eines im Jahr 2008 geborenen Kindes in Elternzeit, und zwar im Zeitraum von Januar 2008 bis März 2010. Der Durchschnitt liegt bundesweit bei 21, in Bayern bei 27 Prozent.
Landrat Rößle: "Dass die Zahl der Väter, die aufgrund ihres neugeborenen Kindes Elternzeit in Anspruch nehmen, in unserem Landkreis bayernweit am höchsten ist, ist ein Hinweis dafür, dass der Landkreis Donau-Ries dem bundesweiten Trend hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bereits einen Schritt voraus ist. Dies unterstreicht auch die kürzlich veröffentlichte Nachricht, dass unser Landkreis entgegen der allgemeinen rückläufigen Entwicklung einen Geburtenzuwachs verzeichnen kann."
Rößle selbst ist mit gutem Beispiel vorausgegangen und hat schon zwei Monate Elternzeit genommen.
Der Landkreis dürfe sich nun aber nicht zurücklehnen und müsse auch weiterhin offensive Familienpolitik betreiben: "Im Hinblick auf das bisher Erreichte dürfen die politisch Verantwortlichen im Kreis aber durchaus auch ein klein wenig stolz sein."
Weitere Zahlen aus der Region:
Kreisfreie Städte: Landkreise: kafe/pm
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