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Soziales: Wie wohne ich im Alter?

Soziales

Wie wohne ich im Alter?

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    Im AWO-Seniorenheim in Mertingen (von links): Alexander Fiebig, Heinrich Kopriwa, Alfred Stöckl, Ursula Straka, Gabriele Fograscher, Hans Mair und Matti Müller. Im Vordergrund Heimleiterin Maria Fischer-Niebler.
    Im AWO-Seniorenheim in Mertingen (von links): Alexander Fiebig, Heinrich Kopriwa, Alfred Stöckl, Ursula Straka, Gabriele Fograscher, Hans Mair und Matti Müller. Im Vordergrund Heimleiterin Maria Fischer-Niebler. Foto: Helmut Bissinger

    Mertingen Wohnen in der Jugend und Wohnen im Alter – wie passt das zusammen? „Wer in den gesunden Jahren sein persönliches Umfeld nicht auf die Bedürfnisse in betagterem Alter anpasst, wird in der Regel nicht in seinem gewohnten Umfeld bleiben können“, macht Alexander Fiebig, der Leiter der Diakonie Sozialstation in Donauwörth klar. „Rechtzeitig vorsorgen“ sei die Devise.

    Fiebig setzte sich bei einer Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Mertingen und des neuen Arbeitskreises Gesundheit des SPD-Unterbezirks im AWO-Seniorenheim in Mertingen mit dem Thema auseinander. Zuvor hatte Heimleiterin Maria Fischer-Niebler im Beisein von AWO-Kreisvorsitzendem Heinrich Kopriwa konkrete Zahlen genannt: Demnach kommen knapp 30 Prozent der 57 Heimbewohner in Mertingen (bei 62 Plätzen) aus Donauwörth. Die größte Gruppe, nämlich knapp die Hälfte, stellen die 80- bis 90-Jährigen dar.

    „Jeder will den Einzug ins Seniorenheim so lange wie möglich vermeiden“, knüpfte Fiebig in seinem Fachreferat an.

    Zu wenige beschäftigen sich mit dem Alter

    Leider beschäftigten sich zu wenig Menschen in Zeiten, in denen sie noch fit sind, mit dem Älter werden. Wer sein Haus beispielsweise barrierefrei umbauen möchte, sollte dies nach den Erfahrungen Fiebigs nicht erst dann in Angriff nehmen, wenn es unvermeidlich sei. Er wies auf die vielfältigen technischen Möglichkeiten hin, wie besipielsweise elektronische Lattenroste, Bewegungsmelder, auf- und abfahrbare Waschbecken oder höhere Betten. Alternativen, wie auch rollstuhlgerechte Duschmöglichkeiten, würden meistens „viel zu spät“ angedacht. Der Fachmann, selbst auch Gemeinderat in Mertingen, zeigte die verschiedenen Wohnmodelle auf, die für ältere Menschen interessant sind: von Wohngemeinschaften über „Betreutes Wohnen“ bis hin zu Alten- und Pflegeheimen. „Jeder muss seine Wohnform selbst aussuchen – und auch wieder frühzeitig, also dann, wenn das Thema noch nicht akut ist“.

    Heimleiterin Maria Fischer-Niebler nutzte die Gelegenheit, um den Gästen das erst vor 18 Monaten neu errichtete AWO-Seniorenheim und seine Einrichtungen zu zeigen. Unter ihnen waren MdB Gabriele Fograscher, SPD-Unterbezirksvorsitzende Ursula Straka, Mertingens SPD-Ortsvorsitzender Hans Mair, Vize-Landrat Alfred Stöckl sowie die Bürgermeister Matti Müller (Oettingen) und Elmar Schöniger (Nordendorf). (bih)

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