16 Schautafeln einer Wanderschau der bayerischen Architektenkammer zeigen im Landratsamt in Aichach, wie im Alltag von Behinderten mehr Mobiltät möglich wird


Aichach-Friedberg Mit den Möglichkeiten barrierefreien Wohnens für mehr Mobilität beschäftigt sich die Ausstellung der bayerischen Architektenkammer im Foyer des Land-ratsamtes. 16 Schautafeln bilden anschaulich den Lebensalltag von Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen und Kindern ab, um perspektivisch zu zeigen, wo Barrieren entstehen können und wie diese mit einfachsten Mitteln behoben werden können für mehr Mobilität und Lebensqualität.
Mobilität ist ein großes Thema im Landkreis Aichach-Friedberg. Aus diesem Grund hat das Landratsamt zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) die Wanderausstellung der Bayerischen Architektenkammer nach Aichach geholt. Zusammen mit dem Präsidiumsvorsitzenden der AWO Schwaben, Dr. Heinz Münzenrieder, und dem Vizepräsident der Bayerischen Architektenkammer, Diplom-Ingenieur Hans Dörr, eröffnet Landrat Christian Knauer die Ausstellung und richtet großes Lob an die AWO-Mitglieder Christel Reichel und Ulrike Sasse-Feile, aber auch an die Mitarbeiter der Fachstellen des Landratsamtes.
Seit Jahren setzen sich die Fachbereiche des Landratsamtes bei Straßenbaumaßnahmen oder Projekten im Hochbau erfolgreich für mehr Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen ein, darunter auch Behindertenbeauftragter Josef Koppold, der Kreis, Kommunen und Bauherren bei allen Baumaßnahmen begleitet. Erst kürzlich wurden beim Modulbau des Deutschherren-Gymnasiums und beim Kreisgut 110000 Euro für barrierefreie Eingänge, Aufzüge und behindertengerechte Toiletten investiert.
Ein großes Thema sind und bleiben die Belange der Seniorenhaus-halte, um die sich Ina Albes von der Seniorenberatung als Expertin für Wohnraumanpassungsmaßnahmen kümmert, damit ein Umzug ins Heim vermieden oder zumindest hinausgezögert werden kann. Besonders deutlich wird die große Bedeutung einer barrierefreien Bauplanung durch die anschaulichen Ausführungen von Ulrike Sasse-Feile und Kristina Kolb-Djoka, Ortsvorsitzende der AWO in Aichach, die über ihre Erfahrungen mit Betroffenen und Angehörigen berichteten.
Die Darstellung der Blickwinkel von Menschen mit Einschränkungen unterschiedlichster Art, egal ob jung oder alt, ist Hauptanliegen der Ausstellung und eine Chance, Impulse für barrierefreies Bauen zu setzen „Wenn wir unsere Perspektive wechseln und schon zu Beginn der Maßnahme integrative Lösungen berücksichtigen, entstehen erst gar keine Barrieren“, betont Landrat Christian Knauer und schlägt vor, dass jeder Kommunalpolitiker einmal mit einem Rollstuhl durch seinen Ort fahren sollte, um seinen Blick zu schärfen und auf Probleme aufmerksam zu werden. Die Ausstellung sei ein guter Anfang, denn Integration beginne schon bei der Architektur.
Öffnungszeiten Die Ausstellung kann bis 28. Februar zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes in Aichach kostenlos besucht werden: Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Donnerstag von 7.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr, Freitag von 7.30 bis 12.20 Uhr.
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