Im Streit um die „Sau in der Au“ kommt es zu keinem Kompromiss. Mit großer Mehrheit lehnte der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung den einigen Ersatzstandort ab, der nach monatelanger Suche noch zur Debatte stand. Kommunalreferent Wolfgang Basch kündigte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung an, dass nun zeitnah die Baugenehmigung für das umstrittene Projekt erteilt werde.
Es seien alle denkbaren Flächen untersucht worden, berichtete Kommunalreferent Basch; übrig blieb am Ende ein Platz, der etwa 500 Meter weiter nördlich liegt als das Grundstück, auf dem die drei Landwirte bauen wollen. Nur die Grünen sahen darin einen Ausgangspunkt für weitere Verhandlungen mit den Bauern, die übrigen Stadtratsfraktionen sagten nein. Wolfgang Rockelmann (SPD/Parteifreie Bürger) kündigte an, noch einmal für ein neues Bebauungsplanverfahren samt Veränderungssperre für die Friedberger Au einzutreten. Dazu wäre aber die Unterstützung aus anderen Fraktionen nötig, wonach es derzeit nicht aussieht.