Schmiechen Ein modernes, hochklassiges Frühjahrskonzert bot der Musikverein Schmiechen seinen Gästen am Samstag. Mit frühlingshaften Klängen in einem unterhaltsamen Programm wussten die Musiker das Publikum in der bis zum letzten Platz gefüllten Schmiechachhalle zu überzeugen.
„Die spielen einfach klasse“, so die Meinung der Zuhörer bereits nach den ersten Takten von „Hoch Heidecksburg“, einem Marsch von Rudolf Herzer. Anspruchsvoll ging es weiter, mit „Entry March of the Boyars“, „Russian Dance Suite“ von Kees Vlak in vier Sätzen und „Gopak“ aus dem Ballett Gajaneh. Dazu hatten sich Sabrina Kienle und Katharina Loibl, die mit Erklärungen zu den Stücken und viel Witz durch das Programm führten, ein besonderes Schmankerl für die Zuhörer ausgedacht: Vorsitzender Tobias Steber durfte ein Ballettröckchen anziehen, um die passende Stimmung zu schaffen, was ihm mehr als gut gelang: So wippte kurz vor der Pause bei „Mas Que Nada“ von Jorge Ben auch der letzte Fuß im Takt und mit der „Weinenden Trompete“ von Dalibor Bárta, bei dem Michael Bacher mit Unterstützung von Tobias Steber ein Trompetensolo erster Klasse hinlegte, wurde das Publikum in die Pause entlassen.
Weiter ging es mit der Stephanspolka von Alexander Pfluger, die die Musiker dem zuletzt gestorbenen Ehrenmitglied Johann Popfinger sowie allen gestorbenen Musikern widmeten, ehe das „Geschwisterpaar“ Sandra Köhler und Michael Bacher bei „Du nur Du allein“ zeigten, dass der Musikverein auch gesanglich Einiges zu bieten hat.
Ein überraschender Besuch der Beatles
Eine Überraschung sowohl für die Besucher als auch die Beteiligten war der Besuch der „Beatles“ anlässlich eines Medleys ihrer bekanntesten Stücke wie „Eight Days a Week“, „Let it be“ oder „Yesterday“. Denn „unsere Oldies“, wie Sabrina Kienle sie ankündigte, Paul McCartney alias Markus Popfinger, George Harrison alias Gerd Fischer, Ringo Starr alias „Richy“ Richard Steiner und John Lennon alias Solist Martin Lichtenstern wussten bis vor ihrem Auftritt selbst noch nichts von ihrem Glück. Umso überzeugender brachten sie den anspruchsvollen Mix, unterstützt vom gesamten Orchester. „Wir sind inzwischen alle eingespielt und sehr zufrieden, wie es läuft“, zeigte sich Tobias Steber stolz auf „seine Musiker“.
Der krönende Abschluss des Abends war das Stück „Nessaja“ aus dem Musical Tabaluga von Peter Maffay, wobei Maxi Habel an der Trompete überzeugend den grünen Drachen spielte. Doch ohne Zugabe wollte das Publikum das Orchester nicht von der Bühne lassen, die es mit „Ein halbes Jahrhundert“ und dem „Marsch der Bayern“ erfüllte. „Ich möchte mich bei euch allen bedanken, denn es macht ganz viel Spaß, vor so begeisterten Zuhörern zu spielen“, freute sich Dirigentin Popfinger am Ende des gelungenen Abends und auch Vorsitzender Steber war zufrieden: „Wir sind froh, dass es so super geklappt hat und natürlich, dass die Halle so voll ist!“