Steindorf Die Beförderung von etwa 25 Schülern aus den Ortsteilen von Steindorf zum Zug zu den Schulen am Ammersee war zum zweiten Mal Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Bisher bringen die Eltern die Kinder mit dem Auto zum Bahnhof nach Schmiechen. Jetzt hatten sie einen Antrag gestellt, eine Buslinie einzurichten.
In der vorherigen Sitzung wurde beschlossen, Angebote einzuholen. Demnach würde ein eigener Bus an 180 Schultagen knapp 19000 Euro kosten. Dieser könnte auf die Zugabfahrtszeit abgestimmt werden. Ein günstigeres Angebot mit knapp 12000 Euro machte der derzeitige Schulbusbetreiber, der die Fahrt nach Schmiechen vor den anderen Fahrten erledigen würde. Die Schüler wären um 6.50 Uhr am Bahnhof und hätten eine Wartezeit von 20 Minuten zur Zugabfahrt. Mittags könnte der Bus zeitnah fahren.
Keine Entscheidung getroffen
Eine Entscheidung konnten die Räte auch dieses Mal nicht treffen, da immer noch einige Punkte ungeklärt sind. Die Lösung mit dem bestehenden Schulbus gefiel ihnen nicht, wegen der langen Wartezeit der Kinder morgens am Bahnsteig. Die Rückfahrt mittags stellt neue organisatorische Probleme. Während am Morgen alle Kinder zur gleichen Zeit zur Schule fahren, kommen sie mittags zu verschiedenen Zeiten zurück. Bürgermeister Paul Wecker will den Busunternehmer nach dem Preis für nur eine Fahrt am Morgen fragen. Nach Schulschluss müssten die Eltern die Kinder abholen.
Zu klären ist außerdem die Zuständigkeit. Normalerweise ist der Landkreis für die Schülerbeförderung verantwortlich, aber nur, wenn die Wegstrecke mehr als drei Kilometer lang ist. Dies ist aus Eresried, Hofhegnenberg und Hausen der Fall, nicht aber aus Steindorf. Die Frage ist, ob die Gemeinde überhaupt Gelder für Schülerbeförderung in den Haushalt einstellen darf. Zu klären ist auch noch, ob die Eltern verpflichtet werden können, den Bus in Anspruch zu nehmen. Wecker gibt noch zu bedenken, dass sich die Schülerzahlen nach St. Ottilien und Schondorf stark verändern könnten, wenn ein Gymnasium nach Mering käme.
Grubenzufahrt Die Grube an der Kreisstraße hat inzwischen drei Zufahrten. Der Gemeinderat hat nun entschieden, dass die Zufahrt an der Südostecke unverzüglich geschlossen und der an den anderen Wegen asphaltierte Bereich von 30 auf 90 Meter ausgedehnt wird. Die unzumutbaren Verschmutzungen der AIC 18 sollen so deutlich reduziert werden. (glb)