Schmiechen Stade Zeit, so wird sie gerne auch genannt, die Weihnachtszeit. Doch für einige geht es gegen Jahresende so rasant zu, wie das ganze Jahr über nicht. Politiker treffen sich zu dieser Zeit bevorzugt, um vor dem Jahreswechsel noch möglichst viel zu erledigen. Dem Vorbild der Politikgrößen folgend trafen sich auch die Schmiechener Kommunalpolitiker vor den Feiertagen zu einer arbeitsreichen Klausurtagung im Seminarzentrum Plankmühle (SZP).
Drei wichtige Themen, die während des Jahres immer wieder angeklungen, aber nicht wirklich ausdiskutiert wurden, standen auf der Tagesordnung. Alle waren sich einig: „So eine Tagesveranstaltung bringt den Entscheidungsprozess deutlich voran.“ Das „unbeschwerte Auseinandersetzen mit den Themen, von äußeren Einflüssen nicht gestört“ war allen sehr gut möglich und auch die Teilnehmerzahl war sehr erfreulich. Mit Ausnahme eines Urlaubers fanden sich alle Gemeinderatsmitglieder pünktlich im SZP ein. „Dieser Ort ist natürlich auch außerordentlich geeignet“, befand Bürgermeister Ludwig Hainzinger und erhielt Zuspruch von seinen Kollegen. „Der Gemeinderat fühlt sich hier in der Heimat, denn wir sind immer noch dort, für was wir zuständig sind.“ Für die abzuarbeitenden Tagesordnungspunkte hatte Hainzinger auch einen Fachreferenten des Planungsbüros Steinert aus Übersee am Chiemsee einbestellt, der „bei allen diesen Projekten für die Gemeinde tätig ist. Mit ihm kann man die Dinge sehr gut diskutieren, zudem ist das Ganze lösungsorientiert“, war Hainzinger zufrieden. So wurde mit dem Fachplaner ein Konzept zur Strukturierung hinsichtlich der Grabsteine und des Urnenfeldes am Friedhof von St. Maria Kappel erarbeitet, das in der nächsten Sitzung im kommenden Jahr beschlossen werden soll.
Neue Heimat für die Kreuzkröten
Weiterhin ging es darum, die Belange des Naturschutzes mit der Nutzung des Freizeitgeländes am Sportplatz in Einklang zu bringen. Die Kreuzkröten sollen eine neue Heimat bekommen, „dafür bemühen wir uns um eine neue Lösung in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde“, erklärte Josef Gailer. Nach dem Mittagessen machten sich die Kommunalpolitiker auf zu einer kleinen Wanderung von der Unterberger Brücke bis zur Brücke auf Höhe des Sportplatzes, um sich ein Bild zu machen und anschließend vor diesem Hintergrund über den Gewässerentwicklungsplan betreffend Schmiechen diskutieren zu können. „Wir haben überlegt, wie die Uferbereiche entwickelt werden können, um die Natur wiederherzustellen“, so Ludwig Hainzinger „und das weitere Vorgehen diskutiert“.
Nach den Klausurtagungen in den Jahren 2002 und 2008 war das nun die dritte in Schmiechen „und es ist der Wunsch des Gemeinderats, so etwas öfter zu machen“, so Hainzinger. Der interne Austausch fördert die Beratung und führt schneller zum Ziel als die über das Jahr verteilten Sitzungen. „Es ist auch sehr angenehm, wenn viele da sind“, sagt Josef Gailer und Bürgermeister Hainzinger schloss sich an: „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Bei allen behandelten Themen gibt es große Fortschritte im Prozess, wie es umzusetzen ist.“ (jukl)