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Bauen: Leer stehendes Autohaus weicht Wohnhäusern

Bauen

Leer stehendes Autohaus weicht Wohnhäusern

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    Seit zehn Jahren steht das ehemalige Autohaus Unterm Berg leer. Jetzt sollen auf dem Gelände Einfamilienhäuser und ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen.
    Seit zehn Jahren steht das ehemalige Autohaus Unterm Berg leer. Jetzt sollen auf dem Gelände Einfamilienhäuser und ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Foto: Foto: sem

    Zehn Jahre prägte das Bild des leer stehenden Autohauses die Szenerie am westlichen Zugang zur Friedberger Altstadt. Neubauprojekte scheiterten immer wieder an der geplanten Massivität. Jetzt lag dem Planungsausschuss des Stadtrats ein neuer Antrag vor für ein Wohn- und Geschäftsgebäude sowie für vier Einfamilienhäuser. Und diese deutlich reduzierte Bebauung fand einhellige Zustimmung.

    Mit verschiedenen Bauvoranfragen hatte sich die Stadt schon seit Anfang der 90er-Jahre zu befassen, damals sollten auf dem Eckgrundstück zwischen Friedberger Berg und Schützenstraße noch 43 Wohneinheiten mit Tiefgarage entstehen. Das Vorhaben wurde abgelehnt. Später war von einem Hotel die Rede, dann sollten in vier Gebäuden mit Höhen zwischen 11,50 und 14,90 Meter noch 30 Wohnungen entstehen. Auch das war der Stadt aber noch zu viel.

    Knapp fünf Jahre später haben die Eigentümer nun einen Investor gefunden, der an der Stelle des bestehenden Hauptgebäudes ein neues Wohn- und Geschäftshaus mit zwei Vollgeschossen und Satteldach errichten will. Knapp elf Meter soll es hoch werden. Im ehemaligen Hof des Autohauses sind noch vier Einfamilienhäuser auf Grundstücken von rund 500 Quadratmetern vorgesehen.

    „Es ist ein Bereich, der uns allen am Herzen liegt“, sagte Bürgermeister Peter Bergmair. Alle bisherigen Planungen seien jedoch im Sande verlaufen. Nun sei eine Initiative erkennbar und könne auch realisiert werden. CSU-Fraktionschef Thomas Kleist verwies auf die Nachfrage nach Wohnflächen in Friedberg und zeigte sich ebenfalls sehr froh über die Planung.

    Zustimmung kam auch von SPD/Parteifreien Bürgern. 2. Bürgermeister Roland Fuchs begrüßte das Vorhaben, äußerte aber Zweifel daran, ob man mit vier Einfamilienhäusern den Bedarf stillen könne. „Wir hätten uns etwas Dichteres vorstellen können“, sagte er. Die nötige Infrastruktur einschließlich der benachbarten Bushaltestelle Unterm Berg sei vorhanden.

    Auch moderne Formen sind erlaubt

    Dass eine dichte Bebauung in Stadtnähe grundsätzlich machbar sei, fand auch Claudia Eser-Schuberth (Grüne). Allerdings seien hier Park und Schloss in unmittelbarer Nachbarschaft. Dies müsse bei der Höhenentwicklung berücksichtigt werden, sagte Eser-Schuberth, die sich auch moderne Bauformen an diesem Platz vorstellen kann.

    Ob Flachdach oder Satteldach in unterschiedlicher Neigung – der Ausschuss verzichtete am Ende auf genaue Vorgaben für den Investor. Die Genehmigung soll ohne langwieriges Bebauungsplanverfahren erteilt werden. Wichtig sei nur, dass es jetzt schnell gehe, mahnte Georg Goldstein (CSU).

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