Friedberg Von einer Trendwende sprach Friedbergs Bürgermeister Peter Bergmair bereits im vergangenen Jahr. Weil es inzwischen auch für Einheimische immer schwieriger wird, eine Wohnung, ein Grundstück oder ein bezahlbares Haus zu finden, sinkt der Widerstand gegen Neubaugebiete. Diesen Trend bestätigt auch eine nicht repräsentative Umfrage unserer Zeitung: Eine Mehrheit der Bürger sagt, dass Friedberg neue Baugebiete braucht. Denn nach dem Boom in den 80er- und 90er-Jahren ist die Entwicklung fast zum Stillstand gekommen, die Einwohnerzahl von Friedberg sinkt trotz optimaler Rahmenbedingungen, etwa bei Bildungseinrichtungen, Freizeitangeboten und Verkehrsanbindungen.
Allerdings ist auch der Anteil derer, die eine solche Notwendigkeit nicht sehen, nach wie vor groß. Viele Friedberger sorgen sich, dass Neubaugebiete zusätzlichen Verkehr und andere Belastungen mit sich bringen können. Die Stadt versucht, die verschiedenen Interessen durch Workshops unter einen Hut zu bringen.