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Feuerwehr: Selten „feurio!“, aber immer öfter Alarm

Feuerwehr

Selten „feurio!“, aber immer öfter Alarm

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    „Wir helfen gerne, aber manchmal wird übertrieben.“Michael Geiger, Friedberger Feuerwehrkommandant.
    „Wir helfen gerne, aber manchmal wird übertrieben.“Michael Geiger, Friedberger Feuerwehrkommandant.

    Die Friedberger Feuerwehr wird immer mehr zum „Mädchen für alle Fälle“. Dieses Jahr zählte zu den Einsätzen auch, eine verletzte Taube unter einem Wohnmobil zu bergen. „Wir helfen gerne, aber manchmal wird übertrieben“, meint der Friedberger Feuerwehrkommandant Michael Geiger. Um ein Tier zum Tierarzt zu bringen, wäre eigentlich nicht die Feuerwehr nötig. Es sind aber solche und ähnliche Einsätze, die dazu führen, dass die Feuerwehr immer öfter ausrückt. So liegt die derzeitige Einsatzzahl schon im Herbst auf einem Rekordniveau früherer Jahre. In diesem Jahr erwartet Geiger erstmals über 300 Einsätze, außer es geht die kommenden Monate ausgesprochen ruhig zu.

    Allerdings ist kaum damit zu rechnen, dass die Zahl der Bagatelleinsätze schlagartig abnimmt. Geiger schätzt, dass sie mittlerweile 30 Prozent des Einsatzgeschehens ausmachen. Der Friedberger Kommandant würde sich dann bei solchen nächtlichen Einsätzen wünschen, dass die Anrufer daran denken, dass die Feuerwehrleute am Morgen wieder zur Arbeit müssen. Manchmal werden seine 85 ehrenamtlich Aktiven stattdessen mit der Berufsfeuerwehr verwechselt. Mit einer Anspruchshaltung wird dann gesagt: „Ihr werdet doch für Euren Einsatz bezahlt.“

    Verstärkt gefragt sind die Floriansjünger außerdem bei Sicherheitswachen. Auch in diesem Bereich wird die Einsatzzahl des Vorjahres bald überschritten sein. Dass Feuerwehrleute vorsorglich zu Veranstaltungen hinzugezogen werden, hängt laut Geiger mit verschärften Auflagen nach der Versammlungsstättenverordnung zusammen. „Die Loveparade ist noch in aller Munde“, erinnert Geiger daran, dass aus der Katastrophe in Duisburg Konsequenzen gezogen worden sind.

    Dagegen spielt Feuer fast schon eine untergeordnete Rolle, wie eine Auflistung der Einsätze der Friedberger Feuerwehr aus dem Vorjahr zeigt:

    • Brände 26 Einsätze
    • Technische Hilfeleistungen 167
    • Fehlalarme 37
    • Sicherheitswachen 31
    • Sonstige Tätigkeiten 31

    „Eigentlich dürften wir gar nicht mehr Feuerwehr heißen“, schmunzelt Geiger.

    Mit einem Aktionstag am nächsten Sonntag, 25. September, von 10 bis 17 Uhr beim Volksfestplatz will die Friedberger Feuerwehr Berührungsängste abbauen, aber auch um Nachwuchs werben. Es ist einiges geboten.

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