Bei dem Projekt „Journalismus mit Jugendlichen für Jugendliche“ gestalten die Schüler einen eigenen Film



Friedberg „Was interessiert eigentlich die Jugendlichen von heute?“ - diese Frage können Teenager am besten selbst beantworten. Deshalb haben sich das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) und die Redaktiondes Fernsehmagazins on3-südwild zusammengeschlossen und das Projekt „Journalismus mit Jugendlichen für Jugendliche“ an der Staatlichen Fachoberschule in Friedberg organisiert.
Seit 2002 gibt es das Projekt an Schulen in ganz Bayern
Das medienpädagogische Projekt entstand bereits 2002 in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung und wird seither jedes Jahr an einer anderen Schule weitergeführt. Mehr als 1500 Jugendliche fertigten dabei über 50 Fernseh- und Radiobeiträge an. Die Idee, die hinter den Workshops steckt, besteht darin, Konsumenten zu Produzenten zu machen und auf diese Weise mehr darüber zu erfahren, was Jugendliche bewegt und interessiert. „Dies spiegelt sich in den Medienangeboten viel zu wenig wider“, sagt die Wissenschaftlerin Dr. Maya Götz, die das IZI leitet.
Damit sich das ändert, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 11. Berufsoberschulklasse an der Friedberger FOS am vergangenen Dienstag mehr über die Gestaltung von TV-Beiträgen.
„So lernen sie nicht nur filmisches Handwerkszeug, sondern werden außerdem zu kritischen Rezipienten, die sich mehr mit Medienkompetenz befassen“, sagt Mediencoach Lukas Hellbrügge von der Redaktion on3-südwild.
Zusammen mit Christine Bulla, einer Mitarbeiterin des IZI, leitet er den Projekttag und sammelt so bereits Themenvorschläge für die Ausgaben der Jugendsendung on3-südwild, die im Oktober von Friedberg aus gesendet werden. .
Vom 3. bis zum 7. Oktober wird der Sendebus des Teams in Friedberg sein und live berichten, was die jungen Erwachsenen aus der Region bewegt.
In dem Workshop an der Friedberger FOS bekamen die Schüler zunächst einige Tipps zum Filmen. Als erstes zeigte Hellbrügge, wie ein Kameramann einerseits Lichtquellen nutzen kann und andererseits die Gegenlichtproblematik in den Griff bekommt. Danach ging es los: Die Klasse teilte sich in mehrere Gruppen auf, bekam eine Kamera und durfte an einem eigenen Filmprojekt experimentieren.
Doch „planen ist leicht, umsetzen schwierig“, so Franziska Krauser, eine der Schülerinnen. An kreativen Einfällen mangelte es den Jugendlichen zwar nicht, doch diese abwechslungsreich und mit ruhiger Hand zu filmen, stellte sich als ganz schön kompliziert heraus.
Eine Gruppe drehte eine Folge von „Bauer sucht Frau“
Eine der Gruppen etwa versuchte sich an einem Tanzfilm, eine andere entschied sich für eine Fortsetzung der Serie „Bauer sucht Frau“. Für ein Interview entschied sich die dritte Gruppe während die vierte Gruppe eine filmische Führung durch das Schulgebäude gab. Intuitiv wählte sie dabei aufregende Perspektiven, indem sie die Kamera an ungewöhnlichen Plätzen, wie beispielsweise innerhalb eines Tischkickers platzierte. Der Zuschauer konnte dadurch den Eindruck gewinnen, direkt am Spielgeschehen beteiligt zu sein.
Als sich die Schüler nach einer knappen Stunde wieder trafen und sich die einzelnen Filmprojekte ansahen, waren sie begeistert. Die meisten Schüler hatten die Tipps des Mediencoachs Hellbrügge gut umgesetzt und viel gelernt. Doch „auch wenn nicht alle zu Filmproduzenten werden, als Konsumenten haben sie einiges erfahren“, so Projketleiterin Bulla.
Zur Zeit sucht on3-südwild junge Friedberger im Alter von 18 bis 29 Jahren, die getreu dem Motto „Mach dein Fernsehen. Jetzt.“ zusammen mit Filmproduzenten eigene Ideen filmisch realisieren wollen. Wer Themenvorschläge hat oder einen TV-Auftritt mit seiner Band plant, schicke einfach eine E-Mail an planung@on3-suedwild.de.
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