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Sozialwohnungen: Weilerweg 2-4 ist abbruchreif

Sozialwohnungen

Weilerweg 2-4 ist abbruchreif

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    Der städtische Wohnblock in Ottmaring kann mit vertretbarem Aufwand nicht mehr saniert werden.
    Der städtische Wohnblock in Ottmaring kann mit vertretbarem Aufwand nicht mehr saniert werden. Foto: A. Schmidt

    Friedberg Aus den 50er-Jahren stammt der städtische Wohnblock am Weilerweg 2-4 in Ottmaring, dessen Wert bereits vor geraumer Zeit mit Null taxiert wurde. Ein Frostschaden im vergangenen Winter hat der Substanz noch weiter zugesetzt, so dass eigentlich eine Generalsanierung notwendig wäre. Die kommt freilich nicht billiger als ein Neubau, für den sich jetzt der Bauausschuss des Stadtrats aussprach. Wo er entsteht, bleibt allerdings vorerst offen. Die Verwaltung soll zuerst mit den Bewohnern am Weilerweg über deren Wünsche sprechen. Bürgermeister Peter Bergmair betonte, dass die Mieter sich nicht sorgen bräuchten. Erst in einem zweiten Schritt soll dann über den Standort entschieden werden.

    Die Menschen nicht einfach verpflanzen

    Auf ein geteiltes Echo stieß der Vorschlag der Verwaltung, den Ersatz nicht in Ottmaring, sondern im Neubaugebiet am Mezgerwäldchen zu errichten. Finanzreferent Schuß erinnerte daran, dass der Stadtrat dort eine ressourcenschonende Bauweise anstrebe, die mit einem mehrgeschossigen Wohnblock gewahrt sei.

    Sympathie dafür äußerte Claudia Eser-Schuberth (Grüne), die sich davon eine gute Mischung im Quartier verspricht. Herta Widmann (CSU) hingegen sagte, man könne die Menschen, die teilweise seit 40 Jahren am Weilerweg lebten, nicht einfach verpflanzen. Noch dazu gebe es anders als in Friedberg-Süd eine intakte Infrastruktur mit Geschäften und Bushaltestelle am Ort. Für einen Neubau in Ottmaring sprach sich auch Jakob Eichele (Freie Wähler) und Ortssprecher Martin Höß aus. Richard Scharold (CSU) wies auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Friedberg hin. Langfristig solle man daran denken, am Weilerweg sogar einen zweiten Block zu errichten.

    Peter Feile (SPD) hält dies jedoch nicht für eine Aufgabe der Stadt. Er verwies auf das Beispiel anderer Gemeinden, die sich dafür der Wohnbaugesellschaft des Landkreises bedienten. „Das kostet uns über zwei Millionen“, warnte Franz Reißner (SPD): „Wenn das alles finanzierbar ist, stimme ich gerne zu.“

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