Kaum einer hatte im Vorfeld davon auch nur zu sprechen gewagt, doch der Fall „David gegen Goliath“ ging erneut zugunsten des eindeutigen Underdogs aus. Der TSV Friedberg bezwang den GSVE Delitzsch klar mit 3:0 Sätzen und tankte eine gehörige Portion Selbstvertrauen im Abstiegskampf – auch wenn man aufgrund der anderen Resultate auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht ist.
Der Tabellenzweite musste sich mit einer herben Niederlage im Gepäck auf die Heimreise machen. Die Friedberger wuchsen in diesem Match über sich hinaus: Andreas Eichhorn, Andreas Strempel, Sebastian Münster, Stefan Meingast und Ruppert Heim bildeten ein „Gespann“, das von Steller Jonas Kronseder – der neben genauen Zuspielen mit einigen spektakulären „zweiten Bällen“ glänzte – und Libero David Baumgärtner gesteuert wurde. Und dieses Gespann nahm im Verlauf der Partie immer mehr an Fahrt auf und überrollte die Loberstädter letzten Endes sprichwörtlich. In Satz eins konnte durch eine konstante Annahme stets mit wenigen Punkten Vorsprung befreit gespielt werden, was im Endeffekt einen 25:20-Erfolg nach sich zog. Durchgang zwei war bis zum 20:20 stets ein offener Schlagabtausch, bis sich Delitzsch gar vier Angriffsfehler bei eigener Annahme am Stück erlaubte und dem TSV Friedberg damit den Weg zum 25:21-Satzgewinn ebnete. Der dritte Spielabschnitt war erneut von einer überragenden Blockleistung der Friedberger geprägt, die ein ums andere Mal die Angriffsversuche der Sachsen in deren Feld zurückdrängten und dem TSV somit zwei wichtige Punkte im Rennen um die Plätze des Klassenerhalts bescherten. Mit 25:20 ging der dritte Satz an den TSV – der danach seinem Jubel freien Lauf ließ.
TSV Friedberg Baumgärtner, Eichhorn, Heim, A. Hurler, Chr. Hurler, Kaufmann, Kronseder, Krumbholz, Meingast, Menke, Münster, Strempel.