Stadtilm/Kissing Mit fünf Siegen aus fünf Spielen zogen die beiden Kissinger Radballer Thomas Kieferle und Martin Egarter ins Halbfinale des U23-Deutschlandpokals ein.
Thomas Kieferle und Martin Egarter trafen in Stadtilm auf hochmotivierte Gegner. Schon im ersten Spiel gegen Ginsheim bekamen sie zu spüren, dass der Favorit gestürzt werden sollte. Die sehr schnellen Hessen machten von Anfang an Druck und führten mit 3:1. Dann war Kissing wach, glich bis zur Halbzeit zum 3:3 aus und baute dann die Führung bis zum 6:3-Endstand aus.
Dann wartete der Gastgeber Stadtilm – einst eines der Aushängeschilder des DDR-Radballs und Altmeister Hammerschmitt motivierte sein Kollektiv aufs Höchste. Es ging zur Sache, doch Kissing führte bald mit 2:0 und auch den lautstark gefeierten Anschlusstreffer machten die Kissinger wett und erhöhten auf 3:1. Postwendend fiel das 3:2. Damit wechselte man die Seiten. In der zweiten Halbzeit setzte Kissing auf Konter – mit Erfolg, denn schnell stand es 5:2. Auch der 3:5-Anschlusstreffer änderte nichts mehr. Kissing schaltete wieder auf Offensive und eine herrliche Kombination sicherte mit 6:3 den zweiten Sieg.
Damit war das Weiterkommen fast schon gesichert, denn die Oberligisten bekämpften sich schwer. Ilfeld ließ im Spiel gegen Stadtilm viel Kraft und Kissing wirbelte die Thüringer regelrecht nieder. Erst als schon alles entschieden war, erzielte Ilfeld die Ehrentreffer zum 9:3-Endstand.
Mit Niederstotzingen wartete im vierten Spiel ein alter Bekannter, der noch nie gegen Kissing verlor. Doch das wollte Kissing unbedingt korrigieren und es gelang eindrucksvoll. Kissing drückte und erzielte Tor um Tor zum 6:1-Sieg.
Da sich die Oberligisten weiter gegenseitig die Punkte abnahmen, war der Tagessieg schon gesichert, als Reichenbach zum letzten Spiel antrat.
Reichenbach war schon ausgeschieden, aber gewillt, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Doch auch Kissing wollte den Unterschied zwischen zweiter und dritter Liga demonstrieren und legte sich voll ins Zeug. Nach dem 3:0 erlahmte die Gegenwehr der Reichenbacher und Kissing schoss Tor um Tor zum klaren 9:1-Sieg.
Dieser Schwung muss zum Endspieltag der 2. Bundesliga unbedingt mitgenommen werden – nicht dass Kissing am letzten Spieltag absteigt und drittklassig wird. (tipp)