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Medikamente: Medikamente im Kühlschrank: Diese Medikamente vertragen keine Wärme

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Medikamente im Kühlschrank: Diese Medikamente vertragen keine Wärme

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    Richtige Lagerung ist bei Medikamenten äußerst wichtig. Einige Arzneimittel, wie Augentropfen und Asthmaspray, müssen zum Beispiel im Kühlschrank aufbewahrt werden.
    Richtige Lagerung ist bei Medikamenten äußerst wichtig. Einige Arzneimittel, wie Augentropfen und Asthmaspray, müssen zum Beispiel im Kühlschrank aufbewahrt werden. Foto: Friso Gentsch/dpa

    Die Bundesapothekerkammer warnt davor, Medikamente falsch zu lagern. Dies kann teilweise dazu führen, dass die Wirkung verloren geht. Besonders bei Medikamenten, die im Kühlschrank gelagert werden müssen, ist Vorsicht geboten: Manche müssen ununterbrochen gekühlt werden.

    Alte Medikamente? Darauf sollten Sie achten

    Tinkturen, Tropfen, Säfte: Einmal angebrochen, verderben flüssige Zubereitungen meist relativ schnell. Notieren Sie das Anbruchsdatum und benutzen Sie das Mittel nur innerhalb der Frist, die auf dem Beipackzettel ("nach Anbruch verwendbar") angegeben ist. Alte Hustensäfte sollte man entsorgen, weil sie bedenkliche Stoffe und Bakterien enthalten können. Hände weg von abgelaufenen Augentropfen! Sie können verkeimt sein.

    Nasensprays: Sollten aus hygienischen Gründen nur von einem Familienmitglied verwendet werden (auf der Packung notieren). Sie sind nach Anbruch nur wenige Monate haltbar.

    Antibiotika: Angebrochene Packungen nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwenden. Sonst kann es zu Resistenzen kommen - das heißt, dass Antibiotika nicht mehr wirken. Angerührte antibiotische Säfte für Kinder gehören in den Kühlschrank und sind nur wenige Tage haltbar.

    Salben und Cremes: Wenn sie ranzig riechen, verfärbt sind oder sich ölige Tröpfchen gebildet haben, gehören sie in den Abfall. Ansonsten sind Salben, die kein Wasser enthalten, jedoch relativ lange haltbar. Dennoch sollte man vor allem Augensalben und -cremes wegen Infektionsgefahr nicht mehr nach dem Ablaufdatum verwenden.

    Tabletten und Kapseln: Trocken, kühl und luftdicht gelagert, können sich Tabletten zum Teil jahrelang halten. Wenn sie bröselig oder fleckig sind, sollte man sie wegwerfen. Acetylsalicylsäure-Tabletten ("Aspirin"), die nach Essig riechen, haben mit Feuchtigkeit reagiert und sollten entsorgt werden. Giftig sind sie aber nicht.

    Medikamente müssen in der Regel bei Raumtemperatur, trocken und vor Licht geschützt gelagert werden. Am besten gewährleistet dies die Originalverpackung, erklärt das Bundesgesundheitsministerium. Auch die Packungsbeilage bleibt am besten in der Packung - falls der Patient später noch einmal etwas nachlesen möchte.

    Manche Medikamente gehören in den Kühlschrank

    Im Kühlschrank müssen beispielsweise einige Insuline aufbewahrt werden. Die optimale Lagerungstemperatur solcher Arzneien beträgt zwei bis acht Grad Celsius. Sie dürfen nicht einfrieren, sonst würden sie nach dem Auftauen ihre Wirkung verlieren.

    Bei rund einem Drittel der kühlpflichtigen Medikamente darf die Kühlkette gar nicht unterbrochen werden. Das sei zum Beispiel bei manchen Augentropfen und bestimmten Asthmasprays der Fall, erklären die Apotheker. Für den Transport von der Apotheke nach Hause eignen sich Kühltaschen. Allerdings dürfen die Medikamente nicht direkt an den Kühlakkus liegen, da sie sonst einfrieren könnten. Um das zu verhindern, könnten die Arzneimittel in ein Handtuch gewickelt werden.

    Medikamente in den Kühlschrank: Das kann bei zu großer Hitze passieren

    Große Hitze kann auch einigen Medikamenten schaden, die normalerweise bei Raumtemperatur gelagert werden. Einige Arzneiformen wie Dosieraerosole oder Zäpfchen können im Sommer durch Hitze unbrauchbar oder unwirksam werden. Durch eine zu starke Erwärmung können Spraydosen aufreißen oder explodieren. Zäpfchen wiederum können schmelzen. Beim Abkühlen verteilt sich der Wirkstoff in der Zäpfchengrundlage ungleichmäßig, wodurch die Wirkung des Arzneimittels beeinflusst werden kann.

    Auch bei der Fahrt in den Urlaub, sollte darauf geachtet werden, dass Medikamente im Auto nicht zu heiß werden. Silvia Wirth von der Techniker Krankenkasse warnt davor, Arzneimittel direkt unter der Windschutzscheibe, auf der Hutablage oder im Handschuhfach zu transportieren. dpa/tmn

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