Nasenhaare ausreißen kann nicht nur krank machen, sondern sogar tödlich enden. Das behauptet ein HNO-Arzt der New York University.
Nasenhaare sind eigentlich dafür gut, die Luft zu filtern, die der Mensch einatmet. Die Luft kann nämlich Schmutzpartikel wie Staub enthalten, die schädlich für die Lunge sind. Durch die Härchen im Riechorgan werden diese Partikel herausgefiltert. Das erklärt der HNO-Arzt der New York University auch in einem Video vom Business Insider. Darin warnt er auch davor, Nasenhaare auszureißen. Der Grund für seine These: Bakterien hätten andernfalls ein leichtes Spiel, in den Körper zu gelangen.
Nasenhaare zupfen ist eine tödliche Gefahr
Die Stelle, an der Nasenhaare aus der Haut wachsen, sind auch ein Lebensraum für Bakterien. Die Nasenschleimhaut ist empfindlich: Wenn die Haare gezupft oder zu kurz geschnitten werden - zum Beispiel mit einem Nasenhaarschneider - entstehen kleine offene Stellen. Durch diese kleinen Wunden können die Erreger dann in den Körper gelangen. Das könne laut dem HNO-Arzt wiederum gefährliche Infektionen verursachen, die tödlich enden können.
Die Nase gehöre nämlich zum sogenannten "Danger Triangle". Die Venen, die von dort wegführen, haben eine direkte Verbindung zum Gehirn. Gelangen Bakterien durch fehlende Nasenhaare oder kleine offene Stellen in die Nase, kann das gefährlich werden.
Auch der Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte rät davon ab, Nasenhaare herauszureißen, da es zu Entzündungen kommen kann. Außerdem sollte der Zweck der Haare nicht unterschätzt werden.
Nasenhaare nicht zupfen, sondern vorsichtig kürzen
Viele Menschen stören sich allerdings daran, wenn ihre Nasenhaare zu lang werden. Die Härchen können mehrere Zentimeter lang werden. Wen sie stören, der sollte Nasenhaare aber nicht zupfen oder ausreißen. Ärzte raten, die Haare vorsichtig zu trimmen und dabei nicht zu kurz zu schneiden. AZ