Kötz Die neue Betonmauer an der Südseite des Kleinkötzer Friedhofs steht, jetzt hat der Gemeinderat über eine Einfriedung auf der Westseite beraten. Auf einer Länge von 37 Metern soll hier bis zum Friedhofstor beim Grüngutcontainer eine 80 Zentimeter hohe Mauer gebaut werden. Die Kosten sind auf rund 6500 Euro veranschlagt.
Walter: Plan missfällt vielen Bürgern
Im vergangenen Herbst hatte sich der Bauausschuss mehrfach mit dem Kleinkötzer Friedhof beschäftigt und anfangs nur die Erneuerung des desolaten Maschendrahtzauns an der Südseite beabsichtigt. Man entschied sich auf der 80 Meter langen Strecke für eine Betonsockelmauer, auf die später ein Stabmattenzaun gesetzt werden sollte. Dieser Plan aber, so berichtete Bürgermeister Ernst Walter in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend, „missfällt vielen Bürgern“. Nun habe man die Möglichkeit, auf die neue Mauer anstelle des vielfach kritisierten Stabmattenzauns eine Gabionenmauer zu setzen, also mit Steinen gefüllte Metallkörbe, oder, so Walter, „die Luxusvariante“: einen schmiedeeisernen Zaun.
Nach längerer Beratung plädierten die Gemeinderäte schließlich dafür, die Betonmauer so zu lassen, wie sie jetzt ist und auf jeglichen Aufsatz zu verzichten. Im ersten Abschnitt vom Friedhofseingang bis zu der Grabreihe entlang der Mauer soll eine Hecke gepflanzt werden, hinter den Grabsteinen ist dafür nicht genügend Platz. Eiben sollen es sein, wie vom Bürgermeister vorgeschlagen, denn die sind immergrün und verlieren keine Blätter. Rund 100 Pflanzen werde man brauchen, schätzte Walter, der die Kosten für die Hecke auf 3000 bis 4000 Euro bezifferte.
Auf Kritik stieß im Gemeinderat die Abstufung der Mauer an der Südseite, die drei Höhenabsätze hätten wohl den Aufwand beim Verschalen reduziert, wurde gemutmaßt. Gemeinderätin Christiane Schmalberger gab außerdem zu bedenken, dass Grabbesucher und Trauernde im Kleinkötzer Friedhof sich einen höheren Sichtschutz und damit mehr Geborgenheit gewünscht hätten.
Sorgte die Einfriedung an der Südseite des Friedhofs für Gesprächsstoff im Gemeinderat, so war über die Westseite schnell beschlossen. Bis zum Eingangstor beim Grüngutcontainer soll eine durchgehend 80 Zentimeter hohe Betonmauer gebaut werden, was bei einem Meterpreis von 175 Euro mit rund 6500 Euro zu Buche schlagen wird.