OB Jauernig schlägt dort einen Kreisverkehr vor, um die Leistungsfähigkeit der Kreuzung zu verbessern. Staatliches Bauamt Krumbach verspricht, Alternativen zu prüfen


Günzburg In der Vergangenheit wurde in der Großen Kreisstadt Günzburg viel Geld in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur investiert. Dazu gehören der Bau der Mobilitätsdrehscheibe, die Brückenbauten über die Donau und der Kreisverkehr an der Ecke Siemensstraße/Bundesstraße 16.
In regelmäßigen Abständen lädt der Günzburger OB Gerhard Jauernig Vertreter des Staatlichen Bauamtes Krumbach sowie der Polizeiinspektion Günzburg zu einem Verkehrsgespräch ins Rathaus ein. Zielsetzung ist der weitere Um- und Ausbau sowie die Optimierung der vorhandenen Verkehrswege in Günzburg. Die Anwesenheit des Leitenden Baudirektors Wilhelm Weirather sowie des Ersten Hauptkommissars Ernst Maguhn nutzte der Rathauschef, um zahlreiche Wünsche anzubringen.
Um die Verkehrssicherheit für Radfahrer und insbesondere Schulkinder zu verbessern, griff die Stadt 2011 eine Forderung aus den Stadtteilen Nornheim und Leinheim auf und bat das Staatliche Bauamt darum, an der Abzweigung der Staatsstraße 2028 einen Fußgänger- und Fahrradtunnel zu errichten. Mit Erfolg! Seit Mitte November wird dort im Auftrag des Freistaates gearbeitet. Nach Angaben von Baurat Martin Hatzelmann muss ein 56 Meter langer Kanal im Zusammenhang mit der Baustelle verlegt werden. Etwa 500000 Euro Gesamtkosten schlagen zu Buche, davon 85000 Euro für Verlegung eines Kanals. Das Bauamt geht davon aus, dass die Baumaßnahmen bis Ende April abgeschlossen sind.
Querungshilfe statt Unterführung bei Leinheim
Bei der jüngsten Bürgerversammlung im Stadtteil Leinheim wurde darüber hinaus der Bedarf nach einer Querungshilfe oder einer Unterführung von Leinheim kommend zum Fahrradweg entlang der Staatsstraße angeführt. OB Jauernig griff das Thema auf und bat die Behördenvertreter darum, die Möglichkeiten der Umsetzung zu prüfen. Der Verkehrssachbearbeiter der Polizei, Polizeihauptkommissar Dieter Plösch, wies in diesem Zusammenhang aus kriminalpräventiver Sicht darauf hin, dass eine Querungsinsel gegenüber einer Tunnellösung den Vorzug zu geben sei. Das Staatliche Bauamt sicherte dem OB zu, Alternativen zu prüfen. Beim Verkehrsgespräch wies Jauernig auf die Überlastung der Kreuzung Ecke Augsburger Straße / Ludwig-Heilmeyer-Straße / Tulpenstraße hin und mahnte dringend eine Leistungsverbesserung an, die nicht zulasten der Birketbewohner gehen dürfe. Insbesondere zu Stoßzeiten, so der OB, komme es zu langen Rückstaus.
Jauernig bat die Vertreter des Staatlichen Bauamtes darum, den Ausbau dieser Kreuzung hin zu einem Kreisverkehr intensiv zu prüfen und dabei auch zu beachten, dass ein nicht unerheblicher Teil an Fußgängern und Fahrradfahrern diese Kreuzung benutzt. Alternativ, so der OB, solle eine Bewertung über die Wirksamkeit einer Rechtsabbiegespur von der Augsburger Straße in die Ludwig-Heilmeyer-Straße erhoben werden. Weirather, Leiter des Staatlichen Bauamtes, sagte zu, eine Untersuchung in Auftrag zu geben, dessen Ergebnis bis Mitte des Jahres vorliegen werde. (zg)
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