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Gemeinderat: Baudenkmäler und Windräder

Gemeinderat

Baudenkmäler und Windräder

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    Die Kirche St. Oswald in Glöttweng mit dem Bildstock „Zur schmerzhaften Muttergottes“.
    Die Kirche St. Oswald in Glöttweng mit dem Bildstock „Zur schmerzhaften Muttergottes“. Foto: Foto: Neuhäusler

    Landensberg Die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan bedeutet für die Gemeinde Landensberg „weg vom Reagieren zum langfristigen Planen“, freute sich 2. Bürgermeister Fritz Grasberger als Leiter der Gemeinderatsitzung am Mittwochabend. Martin Böhm und Ferdinand Kaiser, Planer vom Ingenieurbüro Kling Consult, Krumbach, erläuterten den Gemeinderäten die allgemeinen Grundlagen für das Aufstellen eines Flächennutzungsplanes und gingen dann auf den bereits in die Vorplanung eingearbeiteten Istzustand sowie auf mögliche Entwicklungspotenziale in der Zukunft ein. Diskutiert wurde auch die Aufnahme einer Konzentrationsfläche für Windkraftanlagen.

    Flächennutzungsplan Flächennutzungs- und Landschaftsplan sind im System der räumlichen Planung auf der Gemeindeebene einzuordnen. Dort müssen die Zielsetzungen der Landes- und Regionalebene in konkretere Darstellungen umgesetzt werden. So war es – nach Absprache mit Bürgermeister und Verwaltung – die erste Aufgabe des Planungsbü-ros eine Bestandsaufnahme der Gemeinde vorzunehmen und die überregionalen Vorgaben in den Vorentwurf einzuarbeiten. Dazu gehören Artenschutz- und Biotopschutzkartierung, Regionalplan, Waldfunktionsplan, landwirtschaftliche Standortkartierung, Klimaatlas oder Gewässerentwicklungsplan. Erstaunt war der Gemeinderat über die vielen kartierten Biotope in Form von Schilfbeständen, Feuchtwiesen, Quellbereiche, Ranken und Altgrasfluren, Trockenstandorte und sogar ein ehemals gemeldetes Vorkommen des Schwalbenwurzenzians.

    Diese im Landschaftsplan erhobene Naturraumausstattung wurde dann in die Vorplanung des Flächennutzungsplanes, den Ferdinand Kaiser vorstellte, übernommen. Auch in diesem wird zuerst einmal, wenn auch nicht parzellenscharf, der Bestand an überregional festgesetzten Boden- und Baudenkmälern dargestellt.

    Kapelle, Pfarrhof und Gaststätte

    In Landensberg gehören dazu das Ensemble Kirche, Leonhardskapelle, Pfarrhof und Gaststätte; in Glöttweng die Kirche und der Bildstock bei der Kirche. Ein mittelalterlicher Burgstallhügel und Teile der Römerstraße gelten als Bodendenkmal.

    Der Tatsache, dass die Gemeinde Landensberg entgegen dem bayerischen Trend Bevölkerungszu-wachs vermelden kann, führte Kaiser weiter aus, muss natürlich durch eine mögliche Wohnbauentwicklung Rechnung getragen werden. Dieser Bedarf soll in Glöttweng westlich vom Kindergarten und in Landensberg im Norden zwischen Neubaugebiet und Altdorf gesichert werden. Der genaue Standort wird sich erst in weiteren Beratungen herauskristallisieren.

    Windenergie In dem neuen Windgutachten des Regionalverbandes, gefertigt nach dem Gutachten des TÜV-Süd, wurde für die Gemeinde Landensberg nur ein einziger ausreichend windreicher Standort im Nordosten ausgewiesen.

    Wenn man die aktuell vorgegebene Abstandsfläche von 800 Metern heranziehe, so Kaiser, verbliebe in jeder Himmelsrichtung eine geeignete Waldparzelle von 20 bis 40 Hektar – diese sei eventuell zu klein, da der Regionalverband nur größere Windparks in den neuen Regionalplan als Vorrangfläche aufzunehmen gedenkt.

    Gemeinderätin Hedwig Bierlein regte an, zu überprüfen, ob im Verbund mit Nachbargemeinden eine ausreichend große Fläche für einen Windpark geschaffen werden könnte. Grundsätzlich will der Gemeinderat mit einer Festlegung warten, bis die von der Gemeinde beauftragte Suche nach Eignungsfällen auf Grundlage des TÜV-Süd-Gutachtens ausgewertet ist.

    Kaiser verwies darauf, dass sich die Gemeinde an die Vorgaben der Regionalplanung zu halten habe. Frank Rupprecht, Geschäftsstellenleiter der VG-Haldenwang, machte darauf aufmerksam, dass bei einer Ausweisung einer Konzentrationsfläche im Flächennutzungsplan die Errichtung einer Windanlage an einem anderen Standort nicht mehr zulässig sei. (neu)

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