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12. November 2011 00:13 Uhr

Bürgerversammlung

Bitte nur Tempo 30 in der 30er-Zone

Diskussionen um Schulweg-Sicherheit in Bubesheim nach Unfall mit Kind Von Sandra Kraus

Bubesheim Nach dem gewohnten Überblick über Zahlen, Daten und Fakten (Sauter: „Eine Menge Geld ausgegeben, aber nicht pleite, Finanzierung steht.“) informierte Bürgermeister Walter Sauter (FW) die 40 Anwesenden der Bürgerversammlung über Punkte, die ihm am Herzen lagen. An erster Stelle natürlich der Flugplatz Leipheim. Dazu sagte der Rathauschef: „Vermietung und Verpachtung der Gebäude läuft, der Grundstücksverkauf funktioniert.“ Zur 6. Änderung des Flächennutzungsplans des Konversionsgebietes merkte er an: „Hier gibt es kein Baurecht für das Kraftwerk.“

Sauter begründete seine Meinungsänderung zur A8-Anschlussstelle Bubesheim: „Wir wären eingesperrt in unserer Dorfentwicklung. Im Süden die A8, im Westen der Zubringer.“ Ein Bürger fragte nach der „von Sauter im Sommer geheimnisvoll angekündigten Alternative“. Diese sei entweder die bestehende Kreisstraße GZ 4 nach Leipheim, führte der Bürgermeister aus oder die Nutzung von zwei bestehenden A8-Unterführungen, eventuell im Einbahnstraßen-System und dann an der Raststätte Leipheim vorbei zu den Kreiseln der A8-Anschlussstelle Leipheim.

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Kein Thema war der Inhalt der Bürgerentscheide zum geplanten Gas- und Dampfturbinenkraftwerk. Sauter nannte lediglich die Kosten von 14000 Euro. Dazu meldeten sich Bürger: „Der Dorffrieden wird wohl 14000 Euro wert sein“, „Demokratie kostet Geld“ und „einige unterschreiben auf den Unterschriftslisten, zahlen muss dann die Allgemeinheit“.

Stolz sind die Bubesheimer auf ihr Kinderhaus St. Anna, das im Mai eingeweiht wurde. Aktuell werden 52 Kindergarten- und neun Krippenkinder betreut. Knapp zwei Millionen Euro kostete der Neubau.

Nicht die geplanten teuren Straßenprojekte wie Kanalsanierung im Wiesenweg oder Komplettsanierung der Von-Rehlingen-Straße bewegten die Bürger, sondern wie erreicht werden kann, dass in den neu geschaffenen Tempo-30-Zonen in der Unteren Lache und im Gebiet Goethestraße/Prälat-Kaiser-Straße/Wiesenweg wirklich nur mit Tempo 30 gefahren wird. Man diskutierte über Fahrbahnverengungen, Holperstellen, Geschwindigkeitskontrollen. Vor allem wegen der Schulweg-Sicherheit – hier ist konkret die Raiffeisenstraße und ihre Verlängerung bis nach Wasserburg zur Grund- und Mittelschule gemeint – sorgten sich Bürger. Anlass war ein Verkehrsunfall mit einem Kind an einer „extrem unübersichtlichen Kurve“, in der parkende Autos und Hänger mit hoher Beladung für Gefahr sorgten. Ein absolutes Halteverbot wäre den Diskutierenden am liebsten gewesen.

Passend zur Jahreszeit ging eine schriftliche Anfrage ein zum Thema Straßenkehren bei Fall von Laub eines Nachbarsbaumes. Dazu Sauter: „In der Regel wird man das dulden müssen.“ Zu weite Wege zum Laubcontainer und keine Gerätebereitstellung im Friedhof sowie angeblich nicht erfolgtes Schneeräumen im Friedhof und Parkplatz erbosten einen Bubesheimer. Nicht einverstanden waren manche Bürger mit dem Istzustand des ehemaligen Wasserspielplatzes am Grießhauptgraben. „Geruch und Schnaken“ beklagte einer, „gefährlich mit den Steinquadern und dem Schilf“ ein anderer. Abhilfe würde eine Wasserführung als Graben anstelle der Aufweitung bringen. Sauter: „Den Spielplatz wollte damals das Landratsamt. Wir haben ihn jetzt geschlossen.“

Im Vorfeld der Bürgerversammlung sei Sauter öfters gefragt worden, ob der am Montag beginnende Ausbau des schnelleren Internets durch die Firma LEW-Telnet und ihren Partner MNet auch Anschlussmöglichkeit für die Kunden anderer Anbieter biete. Dies sicherte Sauter zu: „Da werden Durchleitungsverträge abgeschlossen.“

Wenig erfreulich ist der Zustand der zwei alten Linden am Festplatz. „In den Astgabeln hat sich ein Pilzbefall eingestellt, wie kürzlich entdeckt wurde. Zwei Gartenbauer empfahlen unabhängig voneinander die Fällung“, informierte der Rathauschef und versprach eine Neupflanzung.

Lob gab es für Anwohner, die am Bubesheimer Bach ihre Böschung mähen und pflegen, für alle Helfer bei der Renovierung des Feldkreuzes an der Leipheimer Straße, für die Elterninitiative, die den Spielplatz in der Unteren Lache ausbaute und die angebotenen Patenschaften für Grünflächenpflege im Neubaugebiet.

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