Günzburg Leere Flaschen, Totenköpfe und coole Sprüche. Mit vielen kreativen Ideen haben sich in den vergangenen Wochen 800 Buben und Mädchen aus Bayern an der DAK-Kampagne gegen das Komasaufen beteiligt.
Urkunde von der Bundesdrogenbeauftragten
Regionaler Sieger im Landkreis wurde die Dominikus-Zimmermann-Realschule Günzburg. Die Schüler der Realschule wurden mit Sportgutscheinen für ihre tollen Bilder belohnt. Außerdem überreichte Nicole Menzel von der DAK-Gesundheit in Günzburg an die Kunstlehrerin, Nadine Schünzel, eine Urkunde von der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans.
„Beim Komasaufen sprechen die Teilnehmer eine sehr klare Sprache“, stellt Nicole Menzel fest. „Die Ergebnisse zeigen, dass ein Bild mehr als 1000 Worte sagt. Die vielen bunten Plakate setzen ein eindrucksvolles Zeichen gegen blaue Kids“, so die Leiterin der DAK.
In der Region Günzburg nimmt die Zahl jugendlicher Komasäufer ab. 2011 kamen nach Informationen der DAK Günzburg weniger Jugendliche nach einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Auf Landesebene ist die Zahl der alkoholbedingten Klinikeinlieferungen seit 2003 jedoch um insgesamt über 75 Prozent gestiegen. Der neue Höchststand sei alarmierend, insbesondere weil andere Bundesländer Rückgänge verzeichnen können, heißt es in einer Mitteilung der Krankenkasse. Die DAK möchte mit der Kampagne „Bunt statt Blau“ auf diese Entwicklung aufmerksam machen und die Prävention in der Region unterstützen. Die Aktion gilt laut Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung als beispielhafte Kampagne. (pm)