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Konzert: Country aus Kanada

Konzert

Country aus Kanada

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    Lynne Hanson aus Kanada spielte zusammen mit Lyndell Montgomery bei den Country- und Western Friends Kötz.
    Lynne Hanson aus Kanada spielte zusammen mit Lyndell Montgomery bei den Country- und Western Friends Kötz. Foto: Hog

    Großkötz Erstmals traten Lynne Hanson und Lyndell Montgomery aus Kanada bei den Country & Western Friends Kötz auf. Der Saal war voll geworden, mit den Liedern von Lynne Hanson und den zum Teil ganz außergewöhnlichen instrumentellen Einlagen von Lyndell Montgomery kam das Duo beim Publikum hervorragend an.

    In der Nähe von Ottawa im östlichen Teil der kanadischen Provinz Ontario ist Lynne Hanson als jüngstes von acht Geschwistern aufgewachsen. 400 Meilen nordwestlich von Detroit hat die Musikerin ein außergewöhnliches musikalisches Talent entwickelt, das im Schreiben und Singen wunderschöner Lieder gipfelt. Dabei kann sie auf eigene Erlebnisse und Erfahrungen zurückgreifen, die sie in Worte und Sätze packt, die auch beim europäischen Publikum offensichtlich gut ankommen.

    Begleitet von eigener Gitarre sang sie „How Little I Sleep“ – auch in der Nacht vor ihrem Kötzer Auftritt war sie nicht zum Schlafen gekommen, da sie spät zu Bett ging und früh aufstehen musste. Mit einem gewissen Augenzwinkern erläuterte Hanson ihre Lieder. Das Publikum erfuhr so, dass ihr Großvater Ire war und dass sie selbst am irischen Feiertag St. Patrick’s Day geboren wurde.

    Die erste Liebe mit vier Jahren

    Lyndell Montgomery aus British Columbia bediente den elektrischen Bass mit und ohne Bogen, hinzu kam die Fiddle, auch hier zum Teil gestrichen, zum Teil gezupft. In „Here We Go Again“ berichtete Lynne von der ersten Liebe – er war fünf, sie war vier Jahre alt. Er hat sie nicht erhört, ihr Herz war gebrochen.

    „River By My Side“ bezieht sich auf ihren heimatlichen Ottawa River, der offenbar eine große Anziehungskraft ausübt. Die meisten ihrer Lieder schreibt Lynne Hanson selbst, daher greift sie kaum auf Fremdkompositionen zurück. „Orphan Girl“ war aus der Feder von Gillian Welch, die ein Vorbild von Lynne ist. Bei „Mary Mary“ ging es um Mord. Doch keine Sorge: obwohl Lynnes Mutter auch Mary heißt, geht es im Lied nicht um sie.

    Das Publikum fand offensichtlich Freude an den musikalischen Geschichten von Lynne Hanson und zeigte sich durchweg begeistert. Im zweiten Set sang sie unter anderem „Off This Train“, „runter von diesem Zug“, wenn er in die falsche Richtung fährt. Selbstbewusst und modern, mit einer verwurzelten Basis, so kam Hanson bestens an und nach „No More Rain“ durfte sie noch „Just Fort The Ride“ als Zugabe singen. Americana Musik aus dem nördlichen Nachbarstaat der USA, effektvoll im Duo umgesetzt.

    Das nächste Konzert der Country- und Western Friends Kötz findet am Mittwoch, 9. Mai, ab 20 Uhr im Hotel Gasthof zur Post in Leipheim statt, wenn Stacey Earle und Mark Stuart aus Nashville gastieren. (zg)

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