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Jubiläumskonzert: Das Beste aus 50 Jahren Musik

Jubiläumskonzert

Das Beste aus 50 Jahren Musik

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    Für den Abschluss des 50. Osterkonzerts hatten Christian Weng und der Blasmusikverein Jettingen mit einer Gesangseinlage von Felicitas Walz und dem Dirigenten ein musikalisches Schmankerl vorbereitet.
    Für den Abschluss des 50. Osterkonzerts hatten Christian Weng und der Blasmusikverein Jettingen mit einer Gesangseinlage von Felicitas Walz und dem Dirigenten ein musikalisches Schmankerl vorbereitet.

    Jettingen-Scheppach Zum Jubiläumsosterkonzert des Blasmusikvereins Jettingen waren gleich 500 Gäste in die Turnhalle gekommen. Der ambitionierten Truppe unter der Leitung von Christian Weng gelang es scheinbar mühelos, die erfahrenen Zuhörer von der ersten Minute an zu unterhalten und zu begeistern.

    Der junge Dirigent hatte sich zum halben Jahrhundert ein „Best of“ der letzten 50 Jahre ausgedacht, zu dem er nicht nur die mitreißendsten Stücke wieder aufleben ließ, sondern auch und vor allem die anspruchsvollsten. Die symphonischen Blasmusikkompositionen und -Arrangements mit niederländisch-belgischem Schwerpunkt spiegelten auch die Besetzung des Jettinger Orchesters wieder. Junge Komponisten waren zu hören, einige schon etwas gesetztere und auch altehrwürdige Musiker waren dabei.

    Und, so erfuhren die Zuhörer vom Vereinsvorsitzenden Alexander Kiffe, das entspricht auch der guten Mischung unter den Jettinger Musikern. Ein guter Teil der Bläser und Schlagzeuger darf noch der Jugend zugerechnet werden. Mit dem „Erfinder der Osterkonzerte“, Ernst Lichtblau, kann der Verein zudem auf einen Posaunisten bauen, der seit 60 Jahren im Orchester spielt und keines der 50 Osterkonzerte versäumt hat. Egon Fischer, der zweite Senior, blickt sogar auf 70 aktive Jahre zurück. Zum Jubiläum wurde eine Ausnahme gemacht: die beiden Doyens des Vereins erhielten vom ASM-Repräsentanten Alois Brunhuber eine besondere Ehrung im Beisein das Konzertgäste. Das hohe Niveau des Konzertes forderte von den Musikern und ihrem Leiter, aber auch vom Publikum höchste Konzentration, um all die feinen Nuancen, die rhythmischen Variationen, die schnellen Läufe und die Vielfarbigkeit der Klänge wahrzunehmen und genießen zu können.

    Hoher Schwierigkeitsgrad

    Mit Jan van der Roosts „Flashing Winds“, einer Komposition aus dem Jahre 1989, in der der 55-jährige Belgier mit virtuosen Klangfarben arbeitet und effektvolle Instrumentalisierungen ermöglicht, wagte sich Christian Weng gleich zum Konzertauftakt an ein Stück mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad, das von den Jettinger Blasmusikern mit Bravour umgesetzt wurde. Ein Paukenschlag, die Eröffnungsfanfaren von „Friends of Freedom“ vom jungen Belgier Karel Deseure, denen ein flottes Allegro folgte. Weng wählte mit diesem ASM-Pflichtstück der Oberstufe eine auf den klassischen Grundlagen basierende junge Komposition mit vielfältigen Melodien und wechselnden Rhythmen. Einen Ausflug in die Vergangenheit unternahm das Blasorchester mit seinen Erinnerungen an Zirkus Renz. Das von Gustav Peter stammende Stück spiegelt die Mode der Zeit wider: schnelle Tänze und Galopp. Peter hatte daraus ein hinreißendes Xylofonsolo komponiert, das Philipp König und Johannes Barsch mit komödiantischen Einlagen und großer Virtuosität zum Besten gaben.

    Mit einer Reise durch „Oregon“, einer Komposition des Niederländers Jacob de Haan endete der erste Konzertteil. Nach der Pause noch ein Traditionsstück: die Regimentskinder des k. u. k.-Militärmusikers Julius Fucik – ein schmissiges Stück, das mitzureißen versteht.

    Mit dem Phantom der Oper erinnerte der Blasmusikverein an sein triumphales Osterkonzert, das in die Reihe der Motto-Konzerte unter Kurt Schlander gehört. Auch hier hatte Weng wieder auf ein Stück mit höchsten Anforderungen zugegriffen. Er schenkte seinen Musikern nichts. Und sie nahmen die Herausforderung mit Spielfreude und Virtuosität an. Heiter gestaltete sich der Ausklang. Mit „Latin Gold“, einem von Peter Lavender arrangierten Medley lateinamerikanischer Gute-Laune Stücke, kam die Zeit zum Mitswingen. Zum Abschluss bat Christian Weng mit Felicitas Walz eine Sängerin zu sich aufs Podium: mit „New York, New York“ – teils als solo, teils als Duett mit dem Dirigenten gesungen, ging der offizielle Konzertteil zu Ende. Mit kabarettistischen Dialogen führten Ferdinand Lichtblau und Alexander Schmidt durch das Konzert und brachten einen amüsanten neuen Ton in die Moderation.

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