Im Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen musste ein defektes Brennelement ausgetauscht werden.
Wie das Kernkraftwerk in seinem Betriebsbericht im Internet mitteilt, haben sich während des Abfahrens von Block C zur Revision, die vor wenigen Tagen begonnen hat, Hinweise auf einen Brennelementdefekt ergeben. Aus diesem Grund seien vor dem Brennelementwechsel alle 784 Brennelemente aus dem abgeschlossenen Produktionszyklus zunächst mit einem sogenannten Sipping-Test auf Defekte hin überprüft worden. Dabei wurde an einem Uran-Brennelement ein Defekt festgestellt.
Die Anlage ist laut Kraftwerk für das Auftreten von Brennelementdefekten ausgelegt und werde auch in einem solchen Fall sicher betrieben. Meldepflicht gegenüber der Aufsichtsbehörde bestehe für dieses Ereignis nach derzeitiger Erkenntnislage nicht. Zuletzt gab es im Herbst 2011 ein defektes Brennelement im Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen.
Außerdem gab das Kernkraftwerk bekannt, dass ins Standortzwischenlager ein weiterer Castorbehälter gebracht worden ist, in dem sich abgebrannte Brennelemente aus Block B befinden. Damit sind jetzt 42 der 192 genehmigten Behälterstellplätze im Standortzwischenlager mit beladenen Behältern belegt. (eff)