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Ehrenamt: Dickes Lob vom Bundestagsvize

Ehrenamt

Dickes Lob vom Bundestagsvize

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    Hoher Besuch in der Wohnküche des Mutter-Kind-Hauses „Martha“ in Ichenhausen: (von links) Eduard Oswald, Bundestagsvizepräsident und ehemaliger Bundesbauminister im Kabinett von Kanzler Kohl, ließ sich von Hildegard Regensburger, Vorsitzende des Förderkreises Ja zum Leben, der das Haus betreibt, zusammen mit Bundestagsabgeordnetem Dr. Georg Nüßlein, Stadtpfarrer Georg Oblinger, Bürgermeister Hans Klement und evangelischem Pfarrer Marcus Reichel alles zeigen.
    Hoher Besuch in der Wohnküche des Mutter-Kind-Hauses „Martha“ in Ichenhausen: (von links) Eduard Oswald, Bundestagsvizepräsident und ehemaliger Bundesbauminister im Kabinett von Kanzler Kohl, ließ sich von Hildegard Regensburger, Vorsitzende des Förderkreises Ja zum Leben, der das Haus betreibt, zusammen mit Bundestagsabgeordnetem Dr. Georg Nüßlein, Stadtpfarrer Georg Oblinger, Bürgermeister Hans Klement und evangelischem Pfarrer Marcus Reichel alles zeigen. Foto: Kraus

    Ichenhausen „Man hat keine Chance, ihr einen Wunsch abzuschlagen, sie ist eine wahre Kämpferin für eine gute Sache“, sagte Eduard Oswald, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, in der gemütlichen Wohnküche des Mutter-Kind-Hauses „Martha“ in Ichenhausen und erntete zustimmendes, wohl wissendes Kopfnicken seitens Dr. Georg Nüßlein und der anderen geladenen Gäste. Die Kämpferin ist Hildegard Regensburger, die als „Herz und Motor“ an der Spitze des Förderkreises „Ja zum Leben“ steht und mit vollem Einsatz quasi die Mutter des Mutter-Kind-Hauses ist.

    Im Haus „Martha“, zentral im Herzen von Ichenhausen gelegen, wohnten seit der Inbetriebnahme vor 15 Jahren 106 Mütter, die sich trotz schwierigster Lebensverhältnisse für ihr Kind und gegen die Abtreibung entschieden haben. „Wir dachten anfangs selber nicht, dass die vier Appartements so sehr gebraucht werden“, meinte Hildegard Regensburger, öffnete die Tür zum Schlafzimmer, zeigte Bad und WC, führte die Gäste über die knarzende Treppe in den Besprechungsraum unter dem Dach.

    „Der Staat allein kann es nie machen“, lobte Oswald im Namen des Bundestages das hohe ehrenamtliche Engagement vor Ort und setzte ein schlichtes, aber ehrliches „Vergelt’s Gott“ dazu.

    Stadt und Kirchen stünden dem Verein zur Seite, das dokumentiere die Anwesenheit von Bürgermeister Hans Klement, Stadtpfarrer Georg Oblinger und evangelischem Pfarrer Marcus Reichel.

    Oswald will nach Fördertöpfen schauen

    Mitgebracht hatte Oswald für Hildegard Regensburger die Erinnerungsmedaille des deutschen Parlaments, denn eine Silbermünze hätte Regensburger mit Sicherheit eingeschmolzen und den Gegenwert in den Förderkreis gesteckt. Gleichzeitig versprach Oswald „nach Töpfen zu schauen“, um mitzuhelfen.

    Im Gegenzug forderte Hildegard Regensburger die Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Nüßlein (Wahlkreis Neu-Ulm) und Eduard Oswald (Augsburg-Land) auf, sich für das Betreuungsgeld starkzumachen: „Diese Art der Wahlfreiheit braucht die kleine Familie!“

    Auch Ichenhausens Bürgermeister Hans Klement bekannte sich am Tag nach Muttertag zum Mutter-Kind-Haus, dessen Immobilie von der Stadt dem Förderkreis zur Verfügung gestellt wird: „Hier hat die Hilfe Heimat. Mit großem ehrenamtlichen Engagement werden hier Türen geöffnet.“

    Mit großer Vorfreude entrollte Hildegard Regensburger den Plan für das „Denkmal an das Leben“, das in Ichenhausen aufgestellt werden soll, mahnte, dass 130 000 Abtreibungen pro Jahr in Deutschland viel zu viel seien, ärgerte sich über den Ausgang der Abstimmung zugunsten der Präimplantationsdiagnostik, nutzte also die Zeit aus, für ihre Sache zu kämpfen.

    „Ich wurde vor 20 Jahren von Frau Regensburger für die CDL, die Organisation Christdemokraten für das Leben, geworben“, bekannte Dr. Nüßlein. Sein Statement zum aktuellen Thema Betreuungsgeld: „Die 150 Euro sollen einen Ausgleich schaffen, für die Familien, die die staatlich geförderten Kinderkrippen nicht nutzen.“ Angesprochen auf Betreuungsgeld und dessen eventueller Hartz-IV-Anrechnung, sagte Oswald: „Es darf nicht zu einer Überförderung kommen, das Lohnabstandsgebot ist zu wahren.“

    Versorgt mit Informationsmaterial verabschiedete sich der Bundestagsvizepräsident von Hildegard Regensburger mit den Worten: „Möge Ihnen der liebe Gott eine robuste Gesundheit und die Arbeitskraft Ihres Mannes erhalten!“

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