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Strom: Die Kraft des Wassers

Strom

Die Kraft des Wassers

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    „Wir dürfen nicht nur von der Energiewende reden. Wir müssen handeln.“Landrat Hubert Hafner
    „Wir dürfen nicht nur von der Energiewende reden. Wir müssen handeln.“Landrat Hubert Hafner

    Jettingen-Scheppach Ganz im Zeichen der Energiewende steht die Erteilung zweier wasserrechtlicher Genehmigungen für Wasserkraftnutzungen durch das Landratsamt Günzburg. In Winzer (Gemeinde Aletshausen) und Jettingen soll die Kraft des Wassers zur Energiegewinnung genutzt werden.

    An einem bestehenden Sohlabsturz in Winzer wurde früher die Wasserkraft der Mindel für die öffentliche Wasserversorgung genutzt. Nun soll die Energie der Mindel zur Erzeugung von Strom dienen. Immerhin 86 Kilowatt Maximalleistung sollen hier mit einer neuartigen „Wasserschnecke“ erzeugt werden, berichtet das Landratsamt. Im Gegensatz zu Turbinen gelte diese Art der Anlage als ökologisch verträglicher und ermögliche Fischen den ökologisch gewünschten „Abstieg“. Für den bisher an dem Absturz unmöglichen Fischaufstieg sei zusätzlich eine neue Fischtreppe vorgesehen.

    Ein ähnliches Projekt einer Wasserschnecke mit einer Maximalleistung von 36 Kilowatt soll in Jettingen verwirklicht werden. Auch hier soll die ökologische Situation unter anderem durch den Bau einer Fischtreppe optimiert werden. Nachdem die bereits vom Landratsamt Günzburg erteilte Bewilligung vom Verwaltungsgericht wegen der Klagen von Anwohnern aufgehoben worden war, sind nach Angaben des Landratsamtes inzwischen mehrere ergänzende Untersuchungen und Messungen durch ein spezialisiertes Fachbüro durchgeführt worden. Nach Prüfung durch das Wasserwirtschaftsamt und das Landratsamt konnten die Bedenken der Nachbarn entkräftet werden. Deshalb hat das Landratsamt Günzburg die Bewilligung erneut erteilt.

    Landrat Hubert Hafner ist sehr froh, wenn im Landkreis Günz-burg wieder zusätzlicher Strom aus Wasserkraft ins Netz gehen wird. Hafner: „Im Gegensatz zu Windstrom und Sonnenenergie ist die Wasserkraft rund um die Uhr verfügbar und damit umso kostbarer zu bewerten. Wir dürfen nicht nur von der Energiewende reden. Wir müssen handeln – und die beiden Vorhaben sind ein kleiner Schritt in diese Richtung“. (pm)

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