Morgen ist es endlich geschafft: Die Eisheiligen sind vorbei und die Sommerblumen dürfen im Freien ihre Pracht entfalten. Denn nach Pankratius, 12. Mai, Servatius, 13. Mai, und Bonifatius, 14. Mai, kann heute nur noch die kalte Sophie frostige Temperaturen bringen, zumindest wenn man den Bauernregeln Glauben schenkt. Wir haben Hobbygärtner und den Kreisfachberater gefragt, was die Eisheiligen für Pflanzen bedeuten.
Es hat sich bewährt, die Eisheiligen bei der Gartenbepflanzung zu berücksichtigen, so Josef Stocker, Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landkreis Günzburg. Auf die genauen Daten sollte man sich allerdings nicht verlassen: „Heuer ist es Zufall, dass die Kälte genau diesen Termin trifft.“
Für diese Saison sei die Frostgefahr allerdings gebannt. Es bleibe zwar kalt, aber nachts gebe es wohl keine Minustemperaturen mehr, meint Stocker. Der Gefrierpunkt wäre das Ende für die Pflanzen. Vor allem bei Empfindlichen, wie Gurken, Tomaten, Paprika oder Sellerie. Bei niedrigen Temperaturen helfe da nur das Abdecken mit Flies oder Folie.
Das empfiehlt auch Manfred Fabinger, Vorsitzender des Kleingartenvereins Ichenhausen. „Alle frostempfindlichen Pflanzen sollte man sowieso erst nach den Eisheiligen raussetzen.“ Sie seien die letzte wetterbedingte Hürde. Darauf achten die Meisten im Verein, sagt Fabinger. Auch wenn jedes Jahr wieder ein paar Mutige dabei seien, die ihre Pflanzen früher raus setzen.
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