Kötz Nicht nur die Kleinkötzer Pfarrkirche ist durch die Renovierung wieder zu einem Juwel geworden. Vor der Kirche entstand mit einem Christophorus-Brunnen ein weiteres Schmuckstück. Geschaffen hat die lebensgroße Terrakottaskulptur der Künstler Wolfgang Klein aus Ellzee.
Liebevoll und majestätisch zugleich trägt der heilige Christophorus den Heiland mit der Weltkugel über das Wasser. Lebend kommen die Farben zwischen dem Grün der Kastanienbäume zum Leuchten. Dieser Brunnen, erklärte Bürgermeister Ernst Walter bei der Einweihung durch den Augsburger Weihbischof Anton Losinger, wäre ohne Else Kober, die Frau von Ehrenbürger Kurt Kober, nicht entstanden: Sie übernahm die Kosten für die Figur.
Else Kober erhielt deshalb auch die Ehre, den Brunnen der Allgemeinheit zu übergeben. Sie bedankte sich im Namen der Dorfgemeinschaft bei allen, die die Idee, hier einen Brunnen zu errichten, unterstützt und auch die finanziellen Mittel für die Umgebungsgestaltung gegeben haben. Wasser, philosophierte Else Kober, übe eine unbeschreibliche Anziehungskraft aus, ob es nun eine Quelle, ein Bach oder ein Brunnen sei. Auch dieser neu geschaffene Brunnen werde Menschen anlocken. Hier könne man verweilen, sich auf den Sitzsteinen niederlassen, die Ruhe genießen, innehalten vom Alltag, sich begegnen, ein Gebet sprechen oder ein bisschen ratschen. Natürlich dürften die Kinder auch planschen.
Künstler Wolfgang Klein wünscht sich für die Menschen, die am Brunnen verweilen oder vorbeikommen, dass Christophorus alle Reisen des Körpers, des Geistes und der Seele begleite.