Überquerung ist in der Nähe der Grundschule
Anfang diesen Jahres wurde seitens der Stadt in Absprache mit dem Elternbeirat und der Schulleitung der Grundschule Unterknörigen angeregt, in diesem Bereich eine bedarfsgesteuerte Ampel aufzustellen. Denn die Grundschule befindet sich ganz in der Nähe, die Schüler überqueren morgens und mittags die Krumbacher Straße. Im Mai lehnte das Landratsamt dieses Vorhaben aber ab.
Wie Anita Müller von der Unteren Verkehrsbehörde am Landratsamt auf Nachfrage erklärte, wurde die Ampel an dieser Stelle nicht genehmigt, weil "das Verkehrsaufkommen zu gering ist". Zu wenige Fußgänger würden die Ampel nutzen. Und daraus ergebe sich folgendes Problem: Wenn die Ampel nicht so oft genutzt werde, könne sie auch von den Autofahrern leicht übersehen werden. "Eine Ampel wäre also nur vermeintlich sicherer." Das Landratsamt machte der Stadtverwaltung Vorschläge, wie die Sicherheit dennoch erhöht werden soll. Diese stellte Stadtbaumeister Werner Mihatsch dem Bauausschuss am Dienstagabend vor Ort vor.
Vormittags sind Schülerlotsen zur Stelle und begleiten die Kinder über die Straße, berichtete Stadtbaumeister Werner Mihatsch. Problematisch werde es zur Mittagszeit, wenn keine Lotsen vor Ort sind. Eine Ampel wurde abgelehnt. Auch ein Zebrastreifen würde nach Ansicht von Mihatsch nicht helfen: "Das ist noch gefährlicher, weil sich die Kinder darauf verlassen."
Er schlug folgende Lösung des Landratsamts vor: Der markierte Überweg auf der Straße soll verbreitert werden, so werde die Sicht der Kinder verbessert und auch die Autofahrer erkennen die Schüler früher. Außerdem soll der erste Parkplatz vor dem Nikolausmarkt gesperrt werden - beispielsweise soll hier ein Pflanzkübel aufgestellt werden. Dafür werden auf der Südseite des Nikolausmarktes zwei zusätzliche Parkplätze markiert.
Doch Karlheinz Mayländer (FDP/Freie Bürger) widersprach: "Was wir auch machen, wir können den Übergang nicht so weit verbreitern, dass die Kinder die Kurve einsehen können." Und ergänzte: "Ich finde es unverantwortlich, dass hier keine Ampel kommen soll." So sah es auch Manfred Kramer (SPD): "Das kann so nicht funktionieren."
Kramer (SPD): Autofahrer müssen Tempo drosseln
Er betonte zudem, dass die Geschwindigkeit der Fahrzeuge in diesem Bereich durch geeignete Maßnahmen gedrosselt werden sollte. Mit den vorgeschlagenen Lösungen waren die anwesenden Stadträte zumindest nicht zufrieden. Bürgermeister Konrad Barm schlug deshalb vor, Vertreter des Landratsamtes bald zu einer erneuten Verkehrsschau einzuladen. Dann möchte er auch den Vorschlag einer Ampel wieder auf den Tisch bringen. Vorerst wird der Übergang nicht verbreitert, die Stadt möchte erst abwarten, was bei dem Gespräch mit dem Landratsamt herauskommt.