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08. Februar 2012 12:12 Uhr

Verkehr

„Erfreulicheres Entree“

Die Ulmer Straße soll ein schöneres Gesicht bekommen. Stadtrat segnet Planung ab

Ganz schön breit ist die Ulmer Straße in Höhe des städtischen Friedhofs. Die Stadt plant für 455000 Euro eine kosmetische Umgestaltung der B10, die in diesem Bereich zur Gemeindestraße abgestuft wurde.
Foto: Bernhard Weizenegger

Günzburg Sie soll ein „erfreulicheres Entree“ nach Günzburg bieten – die Ulmer Straße. Derzeit habe sie jedenfalls „einen Charme, den eine städtische Einfahrtstraße im 21. Jahrhundert nicht haben sollte“, gestand Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Nun soll sie zur schmucken Lebensader der Günzburger Unterstadt weiterentwickelt werden. Die Entwurfsplanung für die Neugestaltung im Abschnitt vom westlichen Ortseingang bis zur Weißenhorner Straße hat der Stadtrat am Montagabend einstimmig beschlossen. Die Kosmetik ist nicht ganz billig. Die Kosten liegen bei voraussichtlich 455000 Euro.

Zum Hintergrund: Die B10 wurde in diesem Bereich zur Gemeindestraße abgestuft. Im September des vergangenen Jahres hatte der Günzburger Stadtrat in einem Workshop Verbesserungen für die Ulmer Straße erörtert. Die Geschwindigkeit soll verringert, die Sicherheit für Fußgänger und Radler erhöht, die Qualität des Aufenthalts verbessert werden. Die Planung sieht unter anderem die Errichtung von Querungshilfen (beim Schnellimbiss-Restaurant und beim Friedhof) und Verkehrsinseln vor. Radler erhalten einen 1,50 Meter breiten Fahrstreifen. Auf beiden Seiten der Ulmer Straße sollen Bäume gepflanzt werden.

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„Die Begrünung gibt dieser schmucklosen Straße mehr Charme“, sagte Siegfried Ranz (SPD). Die Querungshilfen würden die Sicherheit der Fußgänger erhöhen. Peter Lang (CSU) regte an, die Notwendigkeit dieses Übergangs beim Schnellimbiss-Restaurant aus Kostengründen nochmals zu prüfen – und fand dabei Zustimmung. Christa Wall (FWG/GBL) mahnte allerdings an, die Querungshilfe an dieser Stelle unbedingt in der Planung zu belassen.

Grundsätzlich, so Lang, müssten Strategien entwickelt werden, um den Verkehr aus dem Bereich Dillingen und Leipheim von der Ulmer Straße fernzuhalten. Jauernig teilte in diesem Zusammenhang das Ergebnis des jüngsten Gesprächs mit Landrat Hubert Hafner, dem Leiter des Staatlichen Bauamts Wilhelm Weirather und den Bürgermeistern Christian Konrad (Leipheim) und Walter Sauter (Bubesheim) mit. Konsens sei dabei gewesen, dass ein neuer A8-Anschluss bei Bubes-heim „die sinnvollste und machbarste Alternative“ zur Lösung der Verkehrsprobleme sei. In Bubesheim hatte es zuletzt Bedenken gegeben, weil ein neuer Autobahnzubringer die Kommune belaste. Der A8-Anschluss soll das Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände erschließen.

Manfred Proksch (FWG) und Ferdinand Munk (UWB) hielten die Planung zur Neugestaltung der Ulmer Straße ebenfalls für gut. Munk wollte allerdings die Erwartungen etwas dämpfen, denn die Ulmer Straße könne nie eine verkehrsberuhigte Zone werden: „Wir können nur die Schmerzen lindern.“ Ziel, so Munk, müsse es sein, den Durchgangsverkehr auf die Autobahn zu leiten. »Kommentar Seite 29

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