Der Schwerlastverkehr soll nicht mehr durch die Günzburger Unterstadt in Richtung Leipheim rollen. Deshalb hat Oberbürgermeister Gerhard Jauernig am Montagabend Bayerns Innenminister Joachim Herrmann beim Empfang für Sicherheitskräfte gebeten, dass die Staatsstraße 2020 ab dem Kreisverkehr bei der Donaubrücke für Laster mit mehr als zwölf Tonnen gesperrt werden soll (wir berichteten). Landtagsabgeordneter Alfred Sauter wies darauf hin, dass dies problematisch sei. Die Sperrung einer Staatsstraße „wäre ein Präzedenzfall“, sagt Sauter. Staats- und Bundesstraßen seien für den überörtlichen Verkehr ausgewiesen.
Er hat Alternativ-Lösungen angedeutet, über die nachzudenken sei. So schwebt Sauter vor, dass die Gemeindeverbindungsstraße Leipheim–Günzburg (die ehemalige B10) und die Kreisstraßen GZ 4 zwischen Bubesheim und Leipheim sowie GZ 18 zwischen Bubesheim und Denzingen für den Schwerlastverkehr gesperrt werden. „Das haben der Landkreis und die Kommunen (Günzburg, Leipheim und Bubesheim, Anm. d. Red.) selbst in der Hand“, meint Sauter. Dafür brauche es nur die Zustimmung der Regierung von Schwaben. Es gebe überdies weitere Möglichkeiten der Verkehrslenkung. Die Kommunen könnten per Satzung bestimmen, mit welchen Fahrzeugen der Einzelhandel beliefert werden darf. Auch der Lieferverkehr könne auf bestimmte Zeiten beschränkt werden.
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