Ausstellung über Hospizbewegung macht auf der Reise durch Bayern Station in Günzburg

Günzburg Auf der Reise durch Bayern macht die Wanderausstellung des Staatsministeriums für Arbeit, Sozialordnung und Frauen Station im Schalterraum der Günzburger Sparkassenzentrale. „Gemeinsam gehen“ zeigt die umfangreichen Ziele und die Arbeit der Hospizbewegung.
Die Eröffnung erlebten die 120 Besucher als Würdigung der Günzburger Hospizvereinigung mit ihren 640 Mitgliedern, 56 Hospizhelfern und fünf Trauerbegleitern. Wolfgang Pache (Sparkasse Günzburg-Krumbach), Landrat Hubert Hafner und Dr. Manfred Büchele (Stadt Günzburg) bedauerten, dass Tod und Trauer heute an die Wand gedrängt werden, und dass der oft langwierige, leidvolle Prozess des Sterbens aus dem Bewusstsein des Einzelnen verschwindet. Typisch das Geständnis junger Leute: „Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich fürchte nur das Sterben“.
Sterben ist ein Teil des Lebens
Was die örtliche Sterbebegleitung leiste, schilderte der Gründer und bis heute aktive Leiter, Professor Dr. Wolfgang Schreml. „Unsere ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfer begleiten den Menschen, bemühen sich, ihn von Schmerzen zu befreien. Sie tragen mit kleinen und kleinsten Schritten am Krankenbett bei, den Abschied in Würde zu erleben.“
Sterben sei wie die Geburt ein elementarer Bestandteil unseres Lebens, führte Schirmherr Dr. Bruno Merk in seinem Referat „Bürgerliches Engagement und Ehrenamt“ aus.
Die Ausstellung „Gemeinsam gehen“ geht behutsam mit dem Thema um. Sie stellt die Facetten der Hospizarbeit vor und betont, wie Sterben und Trauer an der Hand erfahrener Pfleger innere Kräfte freisetzt. Beim Sterbenden, beim Zurückbleibenden, auch beim Hospizhelfer. (ul)
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