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Fasching: Gewagte Hebefiguren, tolle Choreografien

Fasching

Gewagte Hebefiguren, tolle Choreografien

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    Das Prinzenpaar (im Hintergrund) beobachtete den Auftritt der jüngsten Tänzerinnen: der Kindergarde der Dürrlaria.
    Das Prinzenpaar (im Hintergrund) beobachtete den Auftritt der jüngsten Tänzerinnen: der Kindergarde der Dürrlaria.

    Dürrlauingen Die Dürrlaria, ein noch immer junger Verein, geht seinen eigenen Weg. Und auch beim diesjährigen Ball in der Schulturnhalle in Dürrlauingen durften sich selbst viel gereiste Narren wieder auf Gruppen freuen, die sonst im Landkreis nicht zu sehen sind.

    Mit den Legau Löwen 77 hat die Dürrlaria einen festen Freund, der Jahr für Jahr den weiten Weg aus dem Allgäu auf sich nimmt, um in Dürrlauingen aufzutreten. Die Fahrt lohnt. Denn bei der Dürrlaria herrscht Bombenstimmung: Gäste und Aktive aller Altersstufen geben sich gut gelaunt dem Faschingsvergnügen hin und zollen der Darbietungen mit ehrlicher Begeisterung ihren Applaus. Die Legauer waren heuer mit der großen Garde da, die sich wie gewohnt als perfekte Tanztruppe präsentierte, und der Showtanzgruppe, die als American Cops die Bühne sicher machten. Als ein beinahe dreiviertelstündiges Event entpuppte sich der Auftritt des FFC Augsburg. Der Faschings- und Freizeitverein nahm die Gäste mit auf Urlaubsreise in einen „Hot Summer“. Mit dabei: tanzfreudige, leicht bekleidete Damen, ein Trupp schicker und ebenso tanzlustiger (Flug)Kapitäne, ein ziemlich schräger Reisender mit Moderatorenfunktion und ein gewichtiges Männerballett als Pausenfüller. Der FFC begeisterte mit seinem fantasiereichen und toll choreografierten Auftritt, bei dem die einzelnen Szenen und Gruppentänzer perfekt ineinandergefügt waren.

    Mit den Schloßheulern, dem Fanfarenzug Schloßberg-Forchberg, der zu vorgerückter Stunde den stampfenden Rhythmus der Fasnachtsmusik in die Ballgäste paukte, den Burgteufeln in ihrem schwarzen Fell und den rot leuchtenden Augen, die sich mit Schlüsselfräulein und Hexen rangelten, brachten die Narren aus Bopfingen die alemannische Fasnacht nach Dürrlauingen.

    Doch es war natürlich die Dürrlaria selbst, die an diesem Abend im Mittelpunkt des Interesses stand. Moderatorin Manu führte mit unaufgeregter Freundlichkeit durchs Programm und ließ den Ballbesuchern ausreichend Zeit für eigene Tanzrunden.

    Familiäre Atmosphäre

    Die Dürrlauinger Turnhalle gibt mit ihrer überschaubaren Dimension einer Ballveranstaltung eine recht familiäre Atmosphäre. Fast jeder kennt jeden und viele sind der Dürrlaria nicht nur gewogen, sondern stets hilfreich zur Seite. Da gehört es in Dürrlauingen zum guten Ton, diese Freunde und Gönner auch zu benennen, ihnen zu danken und den einen oder anderen Scherz auf der Bühne mit ihnen zu treiben. Einer neuen Bühne übrigens, die erst zwei Stunden vor Ballbeginn fertiggestellt geworden war.

    Die Dürrlaria begeisterte ihr Publikum auch mit den Auftritten der eigenen Truppen. Die Kindergarde präsentierte einen Gardemarsch, der schon ziemlich hohe Anforderungen an den Nachwuchs stellt. Doch die zwölf kleinen Dürrlariatänzerinnen sind mit Begeisterung und Talent dabei. Die solide Basis mit Tanz von klein auf kommt der großen Garde zu Pass. Ihr Auftritt nach dem viel beklatschten Prinzenwalzer von Steffi und Stefan, der die Zuschauer mit seiner zärtlichen getanzten Liebeserklärung dahinschmelzen ließ, bereitete den Gästen sichtliches Vergnügen. Den Höhepunkt, ihren eigenen Showtanz, setzte die Dürrlaria als Mitternachtsshow an. Der junge Verein hat sich in den Jahren seines Bestehens kontinuierlich weiterentwickelt, trotzdem er schon auf hohem Niveau an den Start gegangen war. Die sensationellen Hebefiguren werden immer höher, immer gewagter, bald müsse man, scherzte Gerhard Bawidamann, der Präsident der Dürrlaria, den Bürgermeister bitten, das Dach über der Bühne anzuheben. Doch auch die tänzerischen Sequenzen und die Musikauswahl gewinnen von Saison zu Saison noch mehr an Harmonie und Eleganz. Mit ihrem Ausflug ins Land des Rock ‘n’ Roll gelang ihnen eine begeisternde Vorstellung.

    Bei uns im Internet

    Bilder vom Ball der Dürrlaria unter

    guenzburger-zeitung.de/lokales

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