Von Katja Röderer
Leipheim. Georg Linder ist Profi. Ein alter Hase in seinem Geschäft. Trotzdem gerät der Günzburger Architekt selbst ins Staunen, wenn er über die 20000 Quadratmeter große Baustelle auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände bei Leipheim läuft. Heller Staub wirbelt um seine Schuhe, als der 64-Jährige sich den Weg zu den gigantischen Betonpfeilern bahnt, die über 30 Meter in die Höhe ragen. Hier baut die Firma Greiwing Logistik seit einigen Monaten ihren neuen Stützpunkt auf.
Die nordrhein-westfälische Logistikfirma mit Hauptsitz in Greven erstellt zwei Lagerhallen mit 5000 Palettenstellplätzen für Food und Non-Food-Produkte, ein Werkstattgebäude, eine öffentliche Spülanlage für die Tanks der LKW, ein Verwaltungsgebäude und eine Hochsiloanlage (wir berichteten).
Georg Linder hat all das seit 2011 geplant. „Wahnsinn, wenn man sieht, wie das alles in Fertigbauweise entsteht“, sagt er heute, wenn er das halb fertige Hochsilo hinaufschaut. „Die Silos selbst hängen in 14 Metern Höhe“, erklärt er, den Kopf in den Nacken gelegt. „Ganz da oben, auf 34 Metern, wird noch ein Umgang gebaut.“ Ganz unten stecken die Pfähle gleich 22 Meter tief in der Erde. Derweil hebt ein Kran schon das nächste Betonteil zwischen zwei Pfosten des Hochsilos. Mehrere Arbeiter sind damit beschäftigt, die gewaltige Querstrebe zu montieren. Winkend verständigen sie sich durch den Baulärm.