Startseite
Icon Pfeil nach unten
Günzburg
Icon Pfeil nach unten
Günzburg
Icon Pfeil nach unten

Auwaldstadion: Keine Stadionatmosphäre

Auwaldstadion

Keine Stadionatmosphäre

  • |
  • |
  • |
    Die Terrasse des Auwald-Kindergartens, einer ehemaligen Gaststätte, soll samt Sprecherkabine verschwinden. Hier könnte ein neuer Kiosk entstehen.
    Die Terrasse des Auwald-Kindergartens, einer ehemaligen Gaststätte, soll samt Sprecherkabine verschwinden. Hier könnte ein neuer Kiosk entstehen.

    Günzburg Das Günzburger Auwaldstadion ist ein idyllisch gelegener Fleck Erde. Auf dem 80000 Quadratmeter großen Areal unweit der Donau und des Waldbades grünt und blüht es. Es sprießt aber auch dort, wo es Pflanzen und Unkraut nicht erwünscht sind, zum Beispiel auf der Aschenbahn. Die hat schon lange keinen Läufer mehr gesehen. Wie überhaupt die Glanzzeiten der Sportstätte Jahre zurückliegen. Damals, zu den Hochzeiten der Leichtathleten oder als der VfL Günzburg Mitte der 80er Jahre mit seiner damaligen Fußballmannschaft noch in der Landesliga kickte. Das letzte Mal, dass hier „die Bude voll war“, wie der Fußballer zu sagen pflegt, war in der Saison 2006/2007 am letzten Spieltag. Zum entscheidenden Spiel in der Kreisliga zwischen Türk Günzburg und Ziemetshausen kamen etwa 2500 Zuschauer. Sie erlebten ein 1:1 und den Aufstieg der Türken in die Bezirksliga.

    Heute herrscht im Auwaldstadion Woche für Woche zwar reger Betrieb. Doch das liegt eher an der Masse der Teams, die die insgesamt vier Plätze nutzen, und weniger an der Klasse, also an höherklassigem Sport. Dennoch haben die beteiligten Vereine – der FC, Türk Gencler Birligi Günzburg und die JFG Günz 05, die zahlreiche Teams am Start haben, Wünsche. Unter anderem wird bedauert, dass das Gelände so weitläufig ist und gar keine richtige Stadionatmosphäre aufkommt. Sportreferentin Martina Haltmayer (SPD) meinte im Stadtrat: „Die Fußballvereine wollen die Aschenbahn nicht mehr. Die Zuschauer, die auf dem Wall stehen, sind so weit weg, dass sie die Spieler kaum noch erkennen können.“

    Die Stadtverwaltung hat sich des Themas angenommen. Es fanden erste Gespräche mit den Vereinen statt. „Es gibt sehr viele Vorschläge. Wir müssen jetzt schauen, was machbar ist“, sagt Friedrich Bobinger, der bei der Stadt den Bereich Gebäudemanagement leitet. Hauptproblem ist das fehlende Geld.

    Laut Bobinger gibt es eine günstige und eine optimale Lösung. Die Optimale sei, aus dem Platz 2 – dem Hauptspielfeld – zwei Fußballplätze zu machen, indem man das Spielfeld „dreht“. Dann hätten die Vereine zwei Spiel- und zwei Trainingsfelder, die Plätze 1 und 3. Platzwart Georg Dossinger: „Eine Superidee!“ Hinzu kommt der Platz 4, der eigentlich keiner ist und auf dem Kleinfeldspiele stattfinden. „Wir sind gerade dabei, auszurechnen, wie viel das alles kosten würde“, sagt Bobinger. Klar ist: Eine halbe Million Euro ist schnell beisammen.

    Weil aber erstens kein Geld im Etat 2012 eingeplant ist und zweitens die Stadt die Unterstützung und Beteiligung der Vereine braucht, wird es erst mal nur eine kurzfristige Lösung geben – eine, die im Zusammenhang mit der Sanierung und Erweiterung des Auwald-Kindergartens steht, die heuer beginnen soll. Der Kindergarten befindet sich auf dem Gelände des Auwaldstadions. Laut Bobinger soll die Terrasse samt Sprecherkabine abgebaut werden. Der Aushub soll entweder dafür verwendet werden, um die Aschenbahn zu verfüllen, oder um einen Wall näher am Spielfeldrand zu errichten. „Das müssen wir noch mit den Vereinen abstimmen“, so der Leiter Gebäudemanagement.

    Der bisherige Kiosk könnte unter die neue Terrasse „wandern“. Deshalb will die Stadt beim Umbau der Kindertagesstätte vorsorglich eine stabile Bodenplatte errichten.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden