Burgau Die Sanierung der Burgauer Kapuziner-Halle ist schon lange abgeschlossen - jetzt wurde auch ein künstlerischer Schlussstein gelegt, wie es Zweiter Bürgermeister Hermann Mühlbauer nannte. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend zwei Kunstwerke ausgesucht, die die Halle künftig verschönern sollen: Eine Fotoglaswand für den Innenbereich und eine Figur, die einen Kapuzinermönch darstellt, vor dem Gebäude.

Der Förderverein "Alte Turnhalle" rief im März zeitgenössische Künstler auf, ein Werk für die Kapuziner-Halle zu entwerfen. 13 Künstler machten sich an die Arbeit. Die drei Schönsten wurden Ende September prämiert (wir berichteten). Nun lag es am Stadtrat eine Entscheidung zu treffen: Welches Kunstwerk soll der Förderverein für 24 000 Euro für die Kapuziner-Halle erwerben?
Mit nur einer Gegenstimme entschied sich das Gremium für die Arbeit von Pit Kinzer, die schon bei der Wahl im September den ersten Platz belegt hatte.
Kinzer hat das Modell eines Bildes eingereicht, das die vielfältige Geschichte der Halle widerspiegelt. Die einzelnen Epochen werden auf einer Fotoglaswand gezeigt: Ganz hinten stehen die Kapuzinermönche, dann kommen Soldaten und Lazarettschwestern, Sportler und Tänzer. Die Darstellung soll im Durchgang vom Foyer zur zweiten Vorhalle angebracht werden. "Die Besucher, die aus dem Saal kommen, werden dann nicht mehr gegen eine weiße Wand laufen", erklärte Rolf Eichelmann, Vorsitzender des Fördervereins.
Im weiteren Verlauf stimmten die Mitglieder des Rats einstimmig darüber ab, dass die Stadt ein zweites Kunstwerk im Außenbereich für 15 000 Euro in Auftrag gibt. Die Entscheidung fiel auf den zweitplatzierten Norbert Zagel. Vor der Kapuziner-Halle wird also demnächst eine knapp vier Meter große Figur aus teilveredeltem Stahl mit Rostpatina stehen. Die Figur stellt einen Mönch in einer Kapuzinerkutte dar und soll ein "Blickfang für die Fußgänger" werden. (eff)
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