22000 Liter Wasser und 150 Liter Schaummittel benötigte die Feuerwehr Burgau, um den Brand eines Busses auf der A8 am Dienstagnachmittag Herr zu werden. Wie viel Glück die Insassen hatten, wird erst jetzt deutlich. Das Feuer breitete sich so schnell aus, dass die Fahrgäste nicht mal ihr Gepäck retten konnten.
„Die meisten Koffer sind verbrannt“, berichtet Hans-Peter Merz, Kommandant der Burgauer Feuerwehr. Die Insassen – überwiegend Italiener, die ihre Heimat besuchen wollten – wurden mit einem Bus des Burgauer Unternehmens Reisekutsche kurze Zeit nach dem Unglück in das Feuerwehrhaus nach Burgau gebracht. Dort wurden sie mit Essen und Trinken versorgt – auch das Kriseninterventionsteam war vor Ort. Denn obwohl niemand verletzt worden war, saß der Schock tief. Ein paar Habseligkeiten konnten die Fahrgäste zwar noch aus ihren verkohlten Koffern retten, aber viel sei nicht mehr übrig geblieben, berichtet Kommandant Merz.
Der Einsatz war für die Rettungskräfte eine logistische Herausforderung, denn der Bus brannte im Bereich der Baustelle. Ein Fahrzeug der Burgauer Feuerwehr hielt laut Merz zuerst auf der Gegenspur, um von dort aus den Brand zu löschen. Die anderen Fahrzeuge seien dann teilweise auf der Autobahn entgegen der Fahrtrichtung zum Einsatzort gefahren. „Wir haben improvisiert, das gehört zur Arbeit der Feuerwehr dazu“, sagt Merz. Irritiert war der Kommandant, weil zuerst die Burgauer Feuerwehr von der integrierten Rettungsleitstelle mit Sitz in Krumbach alarmiert worden war. Eigentlich wäre die Feuerwehr in Günzburg zuständig gewesen. „Die Alarmierung hat noch nicht reibungslos geklappt. Aber das sind Anlaufschwierigkeiten, die jetzt geklärt werden müssen.“ Außerdem, so sagt er, sei es in diesem Fall sogar vom Vorteil gewesen, dass die Burgauer Wehr so schnell vor Ort war.
Warum der Bus Feuer fing, steht nach Angaben von Werner Schedel, Leiter der Autobahnpolizei Günzburg, noch nicht fest. Die Polizei gehe aber weiterhin von einem technischen Defekt aus.
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