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Finanzen: Mehr auf dem Sparbuch

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    Kammeltal Als „positiv“ wertete Matthias Kiermasz, Kämmerer der Gemeinde Kammeltal, den fiskalen Jahresabschluss der Kommune in der Gemeinderatsitzung am Dienstag. Ein größerer Betrag als erwartet konnte der Rücklage zugeführt werden. Weiterhin informierte er über umfangreiche Kanaluntersuchungen.

    Insgesamt, erläuterte Kiermasz, stiegen die Ansätze in der Endrechnung gegenüber dem Ansatz bei der Haushaltsverabschiedung am Beginn des Jahres 2011, weil während des Jahres noch zusätzliche Investitionen in Angriff genommen wurden. Im Verwaltungshaushalt wurden aus 3,8 Millionen gut 3,9 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt aus 880 000 Euro knapp 1,2 Millionen Euro. Trotz dieser Mehrausgaben konnte jedoch in der Endabrechnung ein um 81 Prozent höherer Betrag der Rücklage zugeführt werden, nämlich mehr als 182 000 Euro. Ausschlaggebend dafür waren höhere Gewerbesteuereinnahmen und eine sparsame Haushaltsführung.

    Auch die Kreditaufnahme habe mit 250 000 Euro im geplanten Rahmen gelegen. Im laufenden Jahr würden keine neuen Kredite in Anspruch genommen, dafür habe die Tilgung der bestehenden Schulden in Höhe von 1,336 Millionen Euro Vorrang.

    In den Ortsteilen Behlingen, Unterrohr, Egenhofen und Kleinbeuren wurden TV-Kanaluntersuchungen durchgeführt. Insgesamt, zeigte Kiermasz auf, fielen für Reinigung und Befahrung etwa 32 000 Euro an, wobei die Kanalspülungen einen höheren Kostenanteil ausmachen als die TV-Befahrung selbst. Für Behlingen fallen 12 000 Euro an, für Egenhofen 6400 Euro und für Kleinbeuren 8600 Euro. Insgesamt, ergänzte 2. Bürgermeister Josef Engelhart als Sitzungsleiter, seien die Schäden nicht ganz so schlimm. Die abschließende Auswertung, anhand welcher die Sanierung dann in Angriff genommen werde, stehe jedoch noch aus.

    Bebauungspläne: Keine Einwände erhob der Gemeinderat gegen die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan „Biogasanlage Nähe Autenrieder Straße“ und der Änderung des Flächennutzungsplanes im Parallelverfahren der Stadt Ichenhausen. Genauso hielt es der Gemeinderat mit dem Ichenhausener Bebauungsplan „In der Wanne“. In beiden Fällen sehen die Gemeinderäte Belange der eigenen Kommune nicht beeinträchtigt.

    Windkraft: Gemeinderat Maximilian Schmid hob unter „Sonstiges“ lobend hervor, dass aufgrund der massiven Einwendungen von Kammeltaler Bürgern der Bau einer Windkraftanlage auf einem privilegierten Standort an der Gemeindegrenze Ellzees von der dortigen Gemeinde einstimmig zurückgenommen worden sei. Damit sei auch in Zukunft wieder eine harmonische Zusammenarbeit zwischen den Kommunen möglich. (neu)

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