Burtenbach Die Firma Kögel aus Burtenbach hält zum Feldversuch für innovative Nutzfahrzeugkonzepte nach eigenen Angaben das umfassendste Sortiment an Trailern für das Transportgewerbe bereit. Zur Wahl steht neben verschiedenen Lang-Lkw-Möglichkeiten auch der in mehreren Varianten erhältliche und um 1,3 Meter auf insgesamt 14,9 Meter verlängerte Euro Trailer. Der Euro Trailer kommt mit Sattelzugmaschine auf eine Gesamtlänge von 17,8 Metern und ist damit etwa sieben Meter kürzer als ein Lang-Lkw. Zusätzlich bietet Kögel mit dem LongPlex einen Sattelanhänger für die Aufnahme von zwei 7,45-Meter-Wechselbrücken an. Die Burtenbacher haben damit Produktlösungen für die unterschiedlichsten Transportaufgaben.
„Die Tatsache, dass nach fünf Jahren das Kögel-Konzept eines verlängerten Aufliegers nun auch bei anderen Trailerherstellern im Produktportfolio ist, bestätigt einmal mehr die Innovationsführerschaft von Kögel“, sagt Produktmanager Jonny Böhme. „Heute zeigen wir mit drei verschiedenen Dolly-Varianten wieder einmal, immer am Puls der Zeit zu sein.“
Nicht schwerer, aber wesentlich länger
Wie berichtet, läuft seit Anfang des Jahres der auf fünf Jahre angelegte Feldversuch, bei dem überlange Lkw (Gigaliner) auf bestimmten Straßen unterwegs sein dürfen. Neben Bayern haben sich sechs Bundesländer bereit erklärt, mitzumachen. Baden-Württemberg ist nicht dabei. Die Gigaliner sind nicht schwerer, aber wesentlich länger als herkömmliche Lkw. Die Gesamtlänge liegt bei 25,25 Metern, bei normalen Lkw sind es maximal 18,75 Meter. Generell dürfen Lkw bis 40 Tonnen schwer sein, Sattelzüge mit Container-Wechselaufbauten (für die Bahnverladung) bis 44 Tonnen. Die neuen Lang-Lkw verfügen über eine besondere Sicherheitsausstattung wie Abstandsradar, einen „Spurverlassenswarner“ und eine Rückfahrkamera.
Der Bundesverband für den Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) ist für den Feldversuch mit Gigalinern in Deutschland. Bisher seien in Deutschland aber erst sieben Lang-Lkw unterwegs, so der BGL Anfang März. Laut BGL ergibt sich bei Gigalinern eine Kraftstoffersparnis von 15 bis 30 Prozent – bezogen auf die gleiche Menge transportierter Güter. (alk/pm)