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Campingsee: Nach Kiesabbau steht Rekultivierung an

Campingsee

Nach Kiesabbau steht Rekultivierung an

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    Luftbild vom Schwarzfelder Hof bei Leipheim, aufgenommen 2009.
    Luftbild vom Schwarzfelder Hof bei Leipheim, aufgenommen 2009. Foto: Bayerische Vermessungsverwaltung

    Leipheim Der Abbau von Kies wird jetzt wohl das Günzburger Landratsamt beschäftigen. Es geht um eine Fläche zwischen Leipheim und Riedheim beim Campingplatz des Schwarzfelderhofs. Dort war vor einiger Zeit ein Badesee ausgebaggert worden. Prompt gab es Beschwerden über die Mengen an Kies, die ausgehoben wurden. Über den Winter sei dort „die Kiesausbeute auf nicht genehmigte Flächen ausgedehnt und mit Abraum aus dem Lärmschutzwall teilweise aufgefüllt“, hieß es in dem Beschwerdeschreiben von privater Seite. Plan und wirkliche Kiesbeute würden auseinandergehen. Stimmt nicht, sagt Walter Mannes vom Schwarzfelderhof. Was dran ist, muss das Landratsamt prüfen.

    „Wir werden das umgehend prüfen“

    Peter Kaufmann leitet den Fachbereich Wasserrecht beim Landratsamt Günzburg. „Wir wussten bislang noch gar nichts von der Beschwerde“, erklärte er. Soweit Peter Kaufmann auf Anfrage erste Auskunft geben konnte, sei der Kiesabbau am Campingplatz aber schon abgeschlossen. Jetzt gehe es dort um die Rekultivierung und um die Verfüllung. „Wir werden das umgehend prüfen“, versicherte Peter Kaufmann. Solche Aufgaben teilt sich das Landratsamt mit dem Wasserwirtschaftsamt.

    Immer wieder habe es Stichproben bei den etwa 150 Badeseen im Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes gegeben. Bislang sei am Schwarzfelderhof nichts aufgefallen. Peter Kaufmann wehrte sich auch gegen den Vorwurf, dass „Normalbürger“ beim Landratsamt „nicht ernst genommen“ werden würden, wie es in der Beschwerde weiter hieß. Die Mitarbeiter des Landratsamts seien sehr bemüht, Beschwerden nachzugehen, vor allem, wenn es um mögliche Eingriffe in die Umwelt gehe oder wenn Gefahr in Verzug sei. Walter Mannes vom Schwarzfelderhof erklärte: „Wir wollten das Gelände noch erweitern und die Pläne waren auch schon gemacht, aber das wurde nicht genehmigt.“

    Eine Fläche muss noch aufgefüllt werden

    Etwa sechs bis acht Meter tief sei der See, der zuletzt ausgehoben wurde. Das sei aber schon ein Jahr her und „genehmigt“. Daneben gebe es noch eine Fläche, die aufgefüllt werden müsse und auch das Ufer des Sees sei noch zu steil. „Wir haben hier im Winter nichts ausgedehnt“, beteuerte Walter Mannes. Der Leipheimer Bürgermeister Christian Konrad konnte sich vorstellen, dass die Kiesablagerungen, die dort noch zu sehen sind, zur Beschwerde geführt haben könnten. Hier müssten noch Rekultivierungsmaßnahmen vorgenommen werden, sagte auch er.

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