In Hochwang werden die nächsten beiden Stelen auf dem Friedhof aufgestellt. Doch die Stadt plant schon für die Erweiterung des U-förmigen Ensembles

Hochwang Drei von vier Kammern in der Urnenstele auf dem Hochwanger Friedhof sind belegt und die Aufstellung weiterer Stelen ist längst beschlossen. Die Frage, mit der sich der Bauausschuss am Montag beschäftigt hat, lautete: Wie sollen die nächsten beiden Stelen platziert werden? Bei der Bürgerversammlung im vergangenen Herbst hatten Hochwanger den Wunsch vorgetragen, den Zugang zu der U-förmigen Stelenanlage um 90 Grad zu drehen, sodass die Öffnung nicht mehr zum Brunnen hin, sondern nach Westen in Richtung Leichenhalle weist. Diesem Wunsch kommt die Stadt nach.
Die Vergabe zur Erweiterung der Urnenstelenanlage wurde in öffentlicher Sitzung beschlossen – „ganz bewusst“, wie Bürgermeister Hans Klement sagte, denn man habe nur einen Anbieter, zudem gehe es um die Frage, wo die beiden neuen Stelen platziert werden sollen. Schon 2008 hatte der Bauausschuss die Urnenanlage auf dem städtischen Friedhof in Hochwang konzipiert, damals wurde die U-förmige Anlage mit Öffnung nach Norden geplant und schließlich eine Stele im Bogenscheitel errichtet. Der Wunsch aus der Bürgerversammlung hat die Stadträte dazu gebracht, ihre Planung zu überdenken.
Die jetzt beschlossene Drehung hat zur Folge, dass ein Baum gefällt werden und der Vorplatzbereich mit Unterbau neu angelegt werden muss. Weil die Nachfrage nach Bestattungen in Urnenkammern auch in Hochwang steigt, will die Stadt aber nicht nur vorerst zwei weitere Stelen mit je vier Kammern aufstellen, sondern auch gleich die Fundamente für weitere Stelen machen, sodass später insgesamt elf Urnenstelen U-förmig mit einer Öffnung nach Westen hin ein Ensemble bilden.
Noch weiter gehen wollte Stadtrat Reinhold Lindner, nach dessen Empfinden ein Kreis aus Urnenstelen quasi einen eigenen Raum auf dem Friedhof und zugleich einen geschützten Raum zum Trauern anbiete. Da allerdings gab es im Bauausschuss Bedenken, dass bei Bestattungen der Platz für die Trauergäste knapp werden könnte.
Identische Exemplare
Einstimmig beschlossen wurde dann, demnächst zwei mit der vorhandenen Stele identische Exemplare aufzustellen und so die künftige U-Form schon anzudeuten. Die Stadt rechnet dafür mit Kosten von rund 6500 Euro, die vom Lieferanten 2008 gegebene Preisgarantie wird dabei eingehalten. Für die zusätzlichen acht Fundamente kalkuliert Bürgermeister Hans Klement mit 4000 Euro, die Gestaltung des Platzes – eventuell mit Sitzbank und Urnenablagemöglichkeit – ist noch nicht berechnet.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: