Krumbach Die jährliche Mitgliederversammlung der Mittelschwäbischen Energiegenossenschaft eG fand diesmal in der Raiffeisenbank Krumbach statt. Natürlich wollten viele Mitglieder wissen, wie die Jahresbilanz 2011 ihrer Anlage zwischen Deubach (Stadt Ichenhausen) und Wettenhausen (Gemeinde Kammeltal) ausgefallen ist. Vorstand Johann Mayr berichtete von einem erfreulich positiven Ergebnis. Über die Verwendung des Gewinns wurde ein Beschluss gefasst. Danach wurden der Aufsichtsrat und der Vorstand einstimmig entlastet.
Über die Entwicklung der Genossenschaft im Geschäftsjahr 2011 informierte der Vorsitzende des Vorstandes Johann Mayr (Volksbank Günzburg). In einer engagierten Rede zeigte er auf, wie wichtig die Gewinnung erneuerbarer Energien ist, auch mit Blick auf den beschlossenen Atomausstieg. Angesichts der ungeheuren Menge des klimaschädlichen Kohlendioxids, das ausgestoßen wird, ist die Reduzierung dringender denn je. 4,5 Tonnen dieses Gases wurden im Jahr 2010 pro Erdbewohner freigesetzt. Johann Mayr zeigte die Problemfelder wie beispielsweise den Ausbau der Netzinfrastruktur auf, die sich nach der Energiewende ergeben. Bezug nehmend auf die Anlage der Genossenschaft meinte Mayr: „2011 war ein Supersonnenjahr. Zwar wurden im Januar, Februar und November, Dezember die Sollwerte nicht erreicht, dafür aber sorgten die Sonnenstunden des übrigen Jahres für einen Jahresüberschuss von mehr als 31000 Euro. 500 Euro davon werden als Rücklagen eingestellt, der Gewinnvortrag von fast 31000 Euro auf das Folgejahr festgelegt.“
Eine Dividende soll es eventuell im nächsten Jahr geben. Mit der eingespeisten Energie der Genossenschaftsmodule konnten 615 Haushalte mit Strom versorgt und 1,3 Millionen Kilogramm Kohlendioxid eingespart werden. Aufsichtsrat Otto Wengenmayer: „Wir hatten zwei Prüfungen vom Genossenschaftsverband Bayern, wobei die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Geschäftsentwicklung zufriedenstellend sind. Es hieß: Die Organe haben ordentlich gearbeitet. Das ist ein Lob, aber besser können die es nicht ausdrücken!“ Aufsichtsrat und Vorstand wurden schließlich einstimmig entlastet.
Beteiligung am Projekt in Niederraunau möglich
Unter dem Punkt „Verschiedenes“ wurden die Kosten für die Mäharbeiten angesprochen. Sie seien deshalb relativ hoch, weil teilweise gesenst und mit Spezialmaschinen gemäht werden muss. Schließlich wies Wengenmayer noch auf die Möglichkeit der Beteiligung am Fotovoltaikpark Niederraunau-Aletshausen hin. Eine Versammlung dazu wird am 19. Juni in Aletshausen im Sportheim stattfinden.