Günzburg Sieben Teilnehmer haben sich in Günzburg bei einem Kurs als Wohnpaten ausbilden lassen. An fünf Nachmittagen im März und April berichteten mehrere Dozenten über Armut, soziale Hilfen, Schulden, Kommunikation und Grenzen der ehrenamtlichen Arbeit. Mit einem Zertifikat, das der zweite Vorsitzende des SKM Günzburg, Stefan Riederle, ihnen überreichte, beendeten die Teilnehmer erfolgreich den Kurs.
„Jetzt müssen nur noch Patenschaften hergestellt werden“, sagte Kursleiterin Maria Granz. Dies geschehe ganz individuell. Bei einem Erstgespräch zwischen dem Klient und dem Wohnpaten entscheidet es sich, ob und wie die Wohnpatenschaft aussehen soll. Es werden konkrete Ziele, Regeln und der zeitliche Einsatz besprochen.
Aufgaben eines Wohnpaten können sein: durch regelmäßigen Kontakt eine Beziehung zu den hilfebedürftigen Menschen aufzubauen und mit ihnen weitere soziale Kontakte zu pflegen, sie zu Ämtern zu begleiten und dort zu unterstützen, gemeinsam Briefe zu öffnen und zu sortieren. „Auswege“, die Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit im Landkreis, unterstützt die Wohnpaten. Durch den Austausch und regelmäßige Treffen mit den Paten sollen wiederkehrende Probleme, die zu Wohnungsverlust führen, vermieden oder rechtzeitig aufgefangen werden. (pm)