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Jubiläum: Nicht nur unter der Dusche singen

Jubiläum

Nicht nur unter der Dusche singen

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    Im Scheinwerferlicht standen beim Jubiläumskonzert die Sänger des „Liederkranz“ Bubesheim und ihre Gäste. Stellvertretend für die Mitwirkenden gab es Blumen für die Chorleiter (vorne, von links): Christine Lerch (Männergesangverein „Liederkranz“ Günzburg), Guido Thoma (MGV „Liederkranz“ Großkötz), Carmen Müller (GV „Liederkranz“ Bubesheim), Wolfgang Stainer (GV „Kammeltaler“ Wettenhausen) und Liederkranz Bubesheim-Vorsitzende Christa Lang.
    Im Scheinwerferlicht standen beim Jubiläumskonzert die Sänger des „Liederkranz“ Bubesheim und ihre Gäste. Stellvertretend für die Mitwirkenden gab es Blumen für die Chorleiter (vorne, von links): Christine Lerch (Männergesangverein „Liederkranz“ Günzburg), Guido Thoma (MGV „Liederkranz“ Großkötz), Carmen Müller (GV „Liederkranz“ Bubesheim), Wolfgang Stainer (GV „Kammeltaler“ Wettenhausen) und Liederkranz Bubesheim-Vorsitzende Christa Lang. Foto: Sandra Kraus

    Bubesheim Die Musik stand im Mittelpunkt des Festabends zum 100-jährigen Bestehen des Gesangvereins „Liederkranz“ Bubesheim.

    Was 1912 als reine Männerangelegenheit gegründet wurde, strahlt hundert Jahre später mit deutlicher Frauenmehrheit im Chor, einer Chorleiterin Carmen Müller und einer 1. Vorsitzenden Christa Lang immer noch die Freude am gemeinsam gesungenen Lied aus.

    Der Abend begann in der Kirche mit einer Heiligen Messe für verstorbenen Sänger, zu der Pfarrer Michael Vogg, der selbst für kurze Zeit Liederkranz-Vorstand war, in seinen Geburtsort zurückkehrte. „Wer verinnerlicht hat, dass Jesus uns ein sinnerfülltes Leben ermöglicht und uns darüber hinaus ewiges Leben schenkt, der kann nicht bloß beten, sondern muss jubeln, jauchzen oder eben singen“, sagte Vogg zur Begrüßung in der Kirche. Nur kurz war der Weg für die Fahnenabordnungen der Sänger, Feuerwehr, Schützen, Sportler und Veteranen hinüber in die Halle zum Kirchenbauerhof. 300 Mitwirkende und Zuhörer waren gekommen, trotz der Konkurrenz durch das Champions-League-Endspiel in München.

    Vom „Gesundheits-Erreger“ Gesang infiziert

    „Heute ist unser Herz voll Musik“ intonierte der Liederkranz Bubesheim zum 100-jährigen Bestehen. „Auch für die Zukunft wünsche ich mir den Liederkranz als gesunden, aktiven, lebendigen Verein im Dorf“, sprach Bürgermeister und Schirmherr Walter Sauter die Nachwuchssorgen an und empfahl: „Nicht nur unbeobachtet unter der Dusche, im Auto oder in Wald und Flur singen.“ „Wo man singt, da lass dich nur ruhig nieder“, zitierte Landrats-Stellvertreterin Cilly Ruf ein Dichterwort und regte, auch aufgrund eigener positiver Erfahrungen im Landfrauen-Chor, an, sich vom „Gesundheits-Erreger Gesang infizieren zu lassen“.

    Eine Ehrenurkunde des Deutschen Chorverbandes hatte Vizepräsident des Chorverbands Bayerisch Schwaben Jürgen Schwarz mitgebracht und versprach: „Bei der nächsten Verleihung der Zelter-Plakette aus dem Bundespräsidialamt sind die Bubesheimer mit dabei.“ Derweil revanchierten sich die so oft am Abend gelobten und beglückwünschten Liederkranz-Sänger mit strahlendem Gesang bei „Es löscht das Meer die Sonne aus“ oder „Wir lieben sehr im Herzen“. Sie ließen die „Abendglocken“ von Otto Fischer läuten und blühten beim Nummer 1-Hit „Butterfly“ des französischen Schlagerkomponisten Danyel Gérard auf.

    Der nächste Block auf der Bühne gehörte dem Männergesangverein Kötz, dem „Patenkind“ der Bubesheimer. „Wir gratulieren mit Liedern“, versprach Vorstand Anton Müller. „Gewiss heut´ sind die Schönsten nur gekommen“ bewiesen die Männer unter der Leitung von Guido Thoma Humor, wanderten flott weiter mit „Wohl auf in Gottes schöne Welt“ auf den Lippen, um an Ende verschmähtes Liebesglück „An die Treulose“ zu empfinden. Drei Lieder des deutschen Komponisten Friedrich Silcher hatte der Gesangverein „Kammeltaler“ Wettenhausen unter der Leitung von Wolfgang Stainer dabei. Die deutschen Volkslieder „Ännchen von Tharau“, „Das Leben bringt groß´ Freud´“ und „Lebewohl“ erklangen in stilvollen Chorsätzen. Mit Bubesheim verbindet die Wettenhauser eine lange Freundschaft, sangen sie doch 1963 zum 50-Jährigen das erste Mal als gemischter Chor. Zum Höhepunkt des Konzerts wurde der Auftritt des 23-köpfigen Männergesangvereins Günzburg. Mit Christine Lerch am Pult erklang mit „La Montanara“ das große Lied der Berge, um dann „Hoch drob´n auf dem Berg“ weitere Höhen zu erklimmen. Dass ein Männerchor auch Kabarett singen kann, bewies der Evergreen „Kriminaltango“ und vor allem das vertonte schwäbische Gedicht „Dr Gsangverei“. Da forderte das Publikum gleich eine Zugabe.

    Nach der Pause, in der viele in der reich bebilderten Festschrift blätterten, gingen die Gesangvereine aus Wettenhausen, Kötz und Bubesheim in eine zweite Runde des bunten Liederreigens, um dann zum gelungenen Konzertabschluss, selbstverständlich mit dem Patenverein der Bubesheimer, dem MGV Günzburg, den „Dank an die Freunde“ zu singen.

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