Grundsätzlich haben die Rettenbacher nichts gegen den Verlauf der Offinger Wasserleitung über ihre Flur, das war auch Konsens in der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Dennoch wolle man die eigenen Interessen gewahrt wissen. Vor allem sollen diese eindeutig im Gestattungsvertrag zwischen den beiden Gemeinden aufgenommen werden. Bis dahin könne dem Vertrag noch nicht zugestimmt werden.
„Wir wollen uns keine Zukunftspläne verbauen“, erklärte Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast in der Sitzung. Deshalb sei die Trassenführung genau zu planen und zu diskutieren. Rettenbach wolle auf keinen Fall die Planungen verzögern, so Dietrich-Kast. Doch bei der genauen Trassenführung zeigte sich noch Handlungs- und Gesprächsbedarf. Der Plan, den Offingens Bauamtsleiter Stephan Uano den Räten vorlegte, folgte nicht in jedem Detail dem abgesprochenen Verlauf.
Grundsätzlich soll die Trasse vom Neubaugebiet „Am Ziegelfeld“ zur Staatsstraße bis zur GZ31 führen und dann Richtung Herrenholz am Waldrand entlang bis zur Offinger Gemarkung. Unklar blieb im aktuellen Plan allerdings, ob dadurch ein eventueller Radwegsbau behindert werde. Außerdem würde die Trasse in dieser Planung über eine Obstwiese des Freistaates Bayern führen, welcher dazu sein Einverständnis geben müsste. Weiterer Punkt der Leitungsplanung war der Gestattungsvertrag zwischen Rettenbach und Offingen. Die Rettenbacher Gemeinderäte sahen darin noch nicht alle Voraussetzungen für eine Zustimmung erfüllt. Keine Einwände hatte der Gemeinderat allerdings im Moment gegen das Flurbereinigungsverfahren für die Offinger Ortsumgehung.
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