Landkreis Die wirtschaftliche und personelle Situation an den Kreisaltenheimen war Thema im Ausschuss Soziales, Familie und Senioren.
Alle Heime sind nahezu komplett ausgebucht. Die 112 Betten des Wahl-Linderschen Altenheimes in Günzburg waren 2011 zu 99,24 Prozent belegt, auf ähnliche Werte brachten es die Kreisaltenheime in Burgau (80 Betten) mit einer Auslastungsquote von 98,15 Prozent, das Isabella-Braun-Altenheim in Jettingen-Scheppach (74 Betten) mit 96,88 Prozent und das Kreisaltenheim Thannhausen (60 Betten) mit 95,04 Prozent. Das Stadlerstift Thannhausen (41 Betten) kam auf eine Auslastung von 98,66 Prozent.
Bei kalkulierten Einnahmen und Ausgaben von 3,22 Millionen Euro ist der Haushalt 2012 des Wahl-Linderschen Altenheimes mit seinen insgesamt 58 Beschäftigten ausgeglichen. Gleiches gilt bei Einnahmen und Ausgaben von 2,48 Millionen Euro für das Altenheim in Jettingen-Scheppach.
Ein Minus von knapp 137000 Euro fährt bei Aufwendungen von 1,7 Millionen Euro dagegen heuer das Heim der Stadlerstiftung Thannhausen ein, ein Defizit von 68000 Euro ergibt sich in diesem Jahr schätzungsweise beim Kreisaltenheim in Burgau. Hier stehen Einnahmen von etwa 2,98 Millionen Euro geplante Ausgaben von rund 3,05 Millionen Euro gegenüber. Bei Aufwendungen von knapp 2,66 Millionen Euro wird beim Kreisaltenheim in Thannhausen in diesem Jahr ein Minus von etwa 171000 Euro erwartet.
Die Zahl der Beschäftigten bleibt in den Heimen überwiegend konstant – im Wahl-Linderschen in Günzburg sind es einschließlich Azubis und Praktikanten 58, in Burgau 65, in Thannhausen 58 (was überdurchschnittlich hoch ist) und in Jettingen-Scheppach sind alles in allem wie im vergangenen Jahr 43,5 Stellen ausgewiesen. Die Zahl der Beschäftigten im Thannhauser Stadlerstift wird sich dagegen von 21,7 auf 27 Stellen erhöhen.
Größere Investitionen sind in den Altenheimen des Landkreises in diesem Jahr nicht vorgesehen. In aller Regel werden einige neue Betten, weitere Rollstühle technische Geräte oder Einrichtungsgegenstände wie Nachttischchen beschafft. Einzige Ausnahme ist das Stadlerstift in Thannhausen. Bei ihm sind heuer 200000 Euro an Planungskosten für den vorgesehenen Neubau im Haushalt einkalkuliert.