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Statistik: Problem Altersarmut

Statistik

Problem Altersarmut

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    Immer mehr ältere Menschen haben einen Nebenjob – oft zusätzlich zu ihrer Rente.
    Immer mehr ältere Menschen haben einen Nebenjob – oft zusätzlich zu ihrer Rente. Foto: Foto: IG Bau

    Landkreis Armut im Alter: Immer mehr ältere Menschen im Kreis Günzburg brauchen einen Nebenjob – obwohl sie schon im Rentenalter sind. Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) hingewiesen. Nach Angaben der Gewerkschaft waren am Ende des ersten Quartals in diesem Jahr 1304 Senioren im Landkreis als Mini-Jobber beschäftigt. Damit stieg die Zahl der Senioren-Jobber in den vergangenen acht Jahren um 25 Prozent. 2003 wurden die Daten erstmalig erhoben.

    Die Rente allein reicht nicht

    „Die wenigsten Senioren jobben, weil ihnen das eine willkommene Abwechslung im Rentenalltag bringt. Die allermeisten müssen allerdings arbeiten, weil sie von ihrer Rente alleine sonst nicht leben können. Glück hat, wer beides verbinden kann“, so Fritz Kleinhans.

    Der Bezirksvorsitzende der IG Bau Schwaben macht einen Trend aus: „Immer weniger Menschen im Kreis Günzburg schaffen es, sich nach einem langen Berufsleben tatsächlich zur Ruhe zu setzen. Statt wohl verdientem ‚Rentenabend’ droht immer mehr Senioren der Fall in die Altersarmut“, so Kleinhans. Der Gewerkschafter sieht sich durch die steigenden Zahlen der Senioren-Jobber in seiner Forderung nach einer „armutsfesten, gesetzlichen Rentenversicherung“ bestätigt.

    Besonders groß ist das Risiko von Altersarmut nach Ansicht der IG Bau bei Geringverdienern. „Wer sein Leben lang für einen Niedriglohn gearbeitet hat, wird auch im Alter jeden Cent zweimal umdrehen müssen. Das wird morgen die treffen, die heute im Landkreis nur mit einem geringen Stundenlohn, mit Zeitarbeit oder mit Mini-Jobs über die Runden kommen. Wir müssen den Dumpinglöhnen, der Leiharbeit und dem Wildwuchs bei befristeten Jobs den Garaus machen“, fordetr Kleinhans. (pm)

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