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Mitarbeiter sind verärgert: Protest: Beschäftigte der A8-Raststätte Leipheim wollen Mindestlohn

Mitarbeiter sind verärgert

Protest: Beschäftigte der A8-Raststätte Leipheim wollen Mindestlohn

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    Eine Dose des Aufputschgetränks Redbull und ein Baguette für insgesamt 7,89 Euro – so viel, wie Gastronomiepersonal in einer Stunde verdient, übergaben in Ulm der NGG-Geschäftsführer der Region Schwaben, Tim Lubecki, und Beschäftigte der Autobahnraststätte Leipheim an die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Ekin Deligöz.
    Eine Dose des Aufputschgetränks Redbull und ein Baguette für insgesamt 7,89 Euro – so viel, wie Gastronomiepersonal in einer Stunde verdient, übergaben in Ulm der NGG-Geschäftsführer der Region Schwaben, Tim Lubecki, und Beschäftigte der Autobahnraststätte Leipheim an die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Ekin Deligöz. Foto: Kaya

    Die Mitarbeiter der Autobahntank- und Raststätte in Leipheim sind verärgert. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) prangert an, dass die Pächterin Select Service Partner (SSP) sich nicht an eine vereinbarte Lohnerhöhung hält. Am Dienstag übergaben Beschäftigte der Autobahnraststätte in Leipheim einen Brief an die Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz. In dem Schreiben, das auch unserer Zeitung vorliegt, weisen die Mitarbeiter auf die nach ihren Angaben schlechten Arbeitsbedingungen hin und fordern die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes.

    Niedrige Löhne und Personalmangel

    „Seit Jahren leidet die Gastronomie durch lächerlich niedrige Löhne und unter Personalmangel“, schreiben die Beschäftigten an die Grüne Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz. Die Mitarbeiter der Raststätte sind häufig „der Prellbock für gestresste Reisende und Manager, die einen Termin nicht einhalten können, weil sie im Stau standen“. Vom Gastronomiegehalt, so ihre Erfahrung, kann niemand leben. 

    Die Pächterin SSP wehrt sich indes gegen die Vorwürfe. In einer Stellungnahme verweist das Unternehmen auf eine Sonderlösung für die Beschäftigten der Rastanlage in Leipheim. Zum 1. Januar hat sich die SSP mit der Gewerkschaft auf einen neuen Haustarif für alle Beschäftigten in Deutschland geeinigt. Zur Umsetzung des neuen Tarifwerkes war es nach Angaben des Unternehmens erforderlich, sämtliche Beschäftigten in neun Tarif-Gruppen einzugliedern. „Insbesondere für die Mitarbeiter in Leipheim bedeutet dies keinen Lohnverzicht, jedoch kommt es infolge der Neu-Eingruppierungen gegebenenfalls zur Bildung von sogenannten Besitzstandszulagen, die eine Differenz von neuem Tarifentgelt und tatsächlichem (ehemals) Lohnniveau ausgleichen“, heißt es in einer Stellungnahme des Betriebs.

    Betriebsrat, Vertreter der Gewerkschaft und das Unternehmen hätten sich daher geeinigt, eine abweichende Übereinkunft für Leipheim anzustreben. Die Gespräche für diese Sonderregelung sind nach Angaben des Unternehmens aber noch nicht abgeschlossen, sondern werden weiter geführt. Die Lohnzuwächse werden gegebenenfalls laut SSP aber rückwirkend an die Beschäftigten weiter gegeben.

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